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Lothar Roitner, Vizepräsident FMK, FMK-GF Margit Kropik, FMK-Präsident Jan Trionow und Matthias Pázmándy präsentierten heute den FMK-Bericht zum Mobilfunkmarkt 2012. (Foto: Dominik Schebach)

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Dominik Schebach, 25.4.2013, Story-Link:1305247

Trionow: „Digitale Dividende II andenken“

FMK: Mobilfunk macht den Job

Geht es rein nach den heute vom Froum für Mobilkommunikation vorgestellten Nutzungszahlen für das Jahr 2012 geht es mit der Branche weiter bergauf: Es wird mehr telefoniert und es werden mehr SMS verschickt sowie Daten heruntergeladen, als je zuvor. Angesichts der weiter steigenden Auslastung der Netz fordert FMK-Präsident Jan Trionow die Frequenzen der Digitalen Dividende II für den Mobilfunk ein.

„Immer mehr Dinge werden drahtlos“, erklärte FMK-Präsident und 3CEO Jan Trionow. „Der Kunde rwartet das seine Services funktionieren, einfach nutzbar und leistbar sind. Mobilfunk macht den Job. Auch bei der Breitbandversorgung im ländlichen Bereich kann Mobilfunk dank LTE die entscheidende Rolle spielen. Im Gegensatz zu Glasfaser kann hier LTE zu einem Zehntel der Kosten Österreich abdecken. Deshalb muss man heute schon die Digitale Dividende II andenken. Denn schnelle mobile Datenübertragung wird Wachstumsfelder wie das „Internet der Dinge“, Videoübertragungen und Cloud-Computing deutlich attraktiver als bisher machen. Die Vergabe der Digitalen Dividende II  an den Mobilfunk  muss deshalb viel schneller vorangetrieben werden als die aktuelle Vergabe der Digitalen Dividende I“

Mit ihrer Forderung nach den freigewordenen Frequenzen der Digitalen Dividende II sind die Mobilfunker natürlich im Konflikt mit den TV-Anbietern. Die Zahlen, die die Mobilfunker für sich ins Treffen führen, sind allerdings wirklich beachtlich: So verdoppelt sich das Volumen bei mobilem Breitband weiterhin alle zwei Jahre. 2012 wurden von den Mobilfunkern 72 Millionen GB Daten übertragen (+65,98% gegenüber 2011). Die SIM-Karten-Penetration ist auf 159% (13,428 Millionen Stück) gewachsen und selbst bei Gesprächsminuten und SMS werden weiter Zuwachsraten verzeichnet. Bei Umsatz und EBITDA entwickelt sich die Branche allerdings nach Unten: Der Gesamtumsatz der Mobilfunker sank 2012 um 0,9% auf 4,5 Mrd Euro, das EBITDA ging um 7,84% auf 1,32 Mrd Euro zurück.

Um diesen ständig wachsenden Traffic auch bewältigen zu können, werden neben zusätzlicher Frequenzen auch gelockerte regulatorische Rahmenbedingungen gefordert, um zB weitgehende Kooperationen bei der Nutzung der Infrastruktur zu ermöglichen. Schließlich wollen die Mobilfunker aber auch von der Politik als Infrastruktursäule wie wahrgenommen werden.

Anlässlich der PK wurde auch die aktuelle Gallup-Mobilfunkstudie vorgestellt. Matthias Pázmándy, Projektleiter der Studie: „Die klassischen Nutzungsformen des Handys bleiben stabil auf hohem Niveau. Zusätzlich ist der Anstieg der Internetnutzung am Handy von 28 % auf 36 % bemerkbar, denn heute surft jeder dritte Handynutzer im Internet. Ebenso sind E-Mails und Apps am Handy wichtiger geworden – auch hier lässt sich ein rasantes Wachstum messen. 29 % der Handynutzer verwenden E-Mails am Handy, 27 % Apps.“

Weitere Daten zur Entwicklung des österreichischen Mobilfunkmarktes finden Sie in der Präsentation des FMK, die wir hier als Download bereitgestellt haben.

Dominik Schebach, 25.4.2013, Story-Link:1305247