spacer gif

Andreas Enslin, Chef-Designer von Miele, erklärt die Philosophie der neuen Einbaurange Generation 6000.


Moderne und vor allem intuitive Bedienung zieht sich einheitlich durch alle Produktgruppen der neuen Range.

Miele: Wachstum und Innovation:

Mit 3 Mrd Euro Umsatz erreichte Miele international einen Rekord in der Unternehmensgeschichte, mit 203,8 Mio erziele auch Miele Österreich den höchsten Umsatz aller Zeiten. Mit Innovationen wie der neuen Einbaurange Miele Generation 6000 sollen diese sensationellen Ergebnisse weiter ausgebaut werden.



Show und Design in der Wiener Miele Galerie
Miele launcht die Generation 6000

Bettina Paur, 22.4.2013
Zur neuen Einbaurange „Generation 6000“
10 Fragen an Miele-Designchef Enslin

Bettina Paur, 19.4.2013
Umsatz um 3,1 Prozent gestiegen
Miele: Erstmals mehr als drei Milliarden Euro Umsatz

Bettina Paur, 19.4.2013
Innovationen lohnen sich
Miele Österreich wächst stärker als der Markt

Bettina Paur, 19.4.2013


Bettina Paur, 19.4.2013

Zur neuen Einbaurange „Generation 6000“

10 Fragen an Miele-Designchef Enslin

Andreas Enslin, Jahrgang 1959, ist seit 2006 verantwortlich für das Design der Miele-Geräte. Zuvor war Enslin, der an der Fachhochschule München Industriedesign studiert hat, Leiter des Grohe Designcenters in Hemer. Hier beschreibt der Vizepräsident des VDID Verband Deutscher Industriedesigner die Designphilosophie von Miele – und was die Einbaugeräte der Generation 6000 von anderen abhebt.

Was bedeutet Design für den Hausgerätehersteller Miele?

Design macht unsere Marke sichtbar und erlebbar, bietet Orientierung und erklärt das Produkt. Wir gestalten nicht bloß Produkte, sondern kümmern uns zunächst um die Erwartungen und Wünsche unserer Kunden und gestalten die Beziehung zwischen Kunde und Marke. Durch das Design drückt ein Markenhersteller Haltung und Werte aus.

Welches ist die Haltung des Markenherstellers Miele? 

Aus unserem Gründermotto „Immer besser“ ergibt sich ein für die Branche beispielhafter Qualitätsanspruch. Unser Design steht für unsere Markenwerte Innovation, Faszination und Wertigkeit. Es steht aber auch für Zeitlosigkeit, denn Küchenmöbel und Einbaugeräte nutzen die Menschen viele Jahre lang. Wir gestalten daher unsere Produkte so, dass sie nicht schnell veralten, weder optisch noch technisch. Dazu müssen wir aber viel über die aktuellen und kommenden Bedürfnisse unserer Kunden wissen – und diese auch ernst nehmen.

Was unterscheidet das Design der Generation 6000 von dem der Vorläufer? 

Die Welt verändert sich und mit ihr die Gewohnheiten und Bedürfnisse unserer Kunden. Das sehen wir uns natürlich sehr genau an und prüfen, was dies für die Gestaltung unserer künftigen Produkte bedeutet. Dabei haben wir im Wesentlichen drei Trends herausgefiltert, von denen wir meinen, dass Sie die Anforderungen der Menschen an Ihre Kücheneinbaugeräte auf viele Jahre hinaus prägen. >>>

Welche Trends sind das konkret? 

Erstens haben sich bei der Wohnsituation unserer Kunden prinzipiell zwei sehr unterschiedliche Richtungen herauskristallisiert: Die offene Küche als Bestandteil einer durchgehend gestalteten Wohn- und Küchenlandschaft von hoher Wertigkeit, wie wir sie typischerweise in Neubauten finden – und die für Altbauten eher typische separate Küche.

Zweitens haben wir bei den Menschen ein wachsendes Bedürfnis nach der Reduzierung von Komplexität beobachtet, als Folge der permanenten Informations- und Reizüberflutung. Es gibt deshalb einen starken Trend zu „einfachen“ Lösungen.

Und drittens haben wir beim Design unserer Generation 6000 schon sehr früh berücksichtigt, dass der Erfolg der Smartphones mit ihrer Touch-Philosophie auch die Anforderungen an die Bedienung unserer Geräte verändern wird. 

Und was hat all dies für Konsequenzen mit Blick auf die Gestaltung der „Generation 6000“, angefangen bei den unterschiedlichen Wohnwelten? 

Die Konzepte der offenen und der separaten Küche erfordern unterschiedliche Designlösungen. Entweder soll ein Backofen schlicht wie ein Backofen aussehen, oder er ist Teil der Einrichtung und als solches ein Designelement. Deshalb präsentiert Miele mit der Generation 6000 erstmals zwei sehr unterschiedliche Designlinien.

Wie unterscheiden sich die zwei neuen Designlinien voneinander? 

Die eine, „PureLine“, empfiehlt sich durch ihre reduzierte Formensprache vor allem für zeitgemäße und moderne Einrichtungsstile mit eher glatten, farbigen Flächen und großzügiger Anordnung. PureLine ist immer dann erste Wahl, wenn sich die Geräte im Möbelumfeld offener Küchen einpassen sollen. Hierfür gibt es auch drei Glasfarben, darunter das neue „Havannabraun“, das seine Wirkung besonders in der Kombination mit warmen Naturtönen beziehungsweise Hölzern entfaltet.

Demgegenüber positioniert sich „ContourLine“ mit einem eher technisch geprägten Bild, das sich durch mehr Detailreichtum auszeichnet, etwa mit Blick auf den sehr markanten Edelstahlrahmen. Der integrierte Griff ist aus einem massiven Metallblock gefräst. Dass das etwas Besonderes ist, spürt man gleich beim ersten Anfassen.

Beide Linien sind sehr klar gestaltet und lassen sich jeweils perfekt mit anderen Geräten innerhalb der jeweiligen Linie kombinieren.

Auf welche Weise trägt die Generation 6000 mit ihrer Variantenvielfalt zur Reduzierung von Komplexität bei? 

Mit der Generation 6000 müssen sich Kunden und Händler beim Entwurf einer Küche keine Gedanken mehr über die Kombinierbarkeit von Geräten und Küchenmöbeln machen. Wir haben mit Pure Line eine Gerätelinie, die es in vier unterschiedlichen Oberflächenvarianten gibt: die beiden Klassiker Edelstahl CleanSteel und Brillantweiß sowie die beiden neuen Farbwelten Obsidianschwarz und, bereits erwähnt, Havannabraun. ContourLine hingegen wird bevorzugt klassischen Küchenkonzepten gerecht. Innerhalb einer Linie passt bei uns dann alles perfekt zusammen. Nie zuvor hat es bei Miele oder einem anderen Hersteller von Hausgeräten eine annähend vergleichbare Designhomogenität gegeben. Auch Geräte mit unterschiedlicher Ausstattung, etwa ein Backofen der Spitzenklasse und ein Dampfgarer-Einstiegsmodell, harmonieren optisch perfekt miteinander.

Bedeutet dies, dass es hier im Wesentlichen um eine optische Modernisierung geht, um neue Farben und Formen? 

Nein, denn wir haben gleichzeitig ein neues geräteübergreifendes Bedienkonzept entwickelt, das auf einer einzigen gemeinsamen Grundidee basiert. Wer dieses Prinzip einmal erfasst hat, wird sämtliche Miele-Geräte, von der traditionellen Steuerung per Drehknebel, über Sensortasten bis hin zum Touch-Display unserer neuen Spitzengeräte schnell bedienen können.

Welcher Variante man dann den Vorzug gibt, ist eine Frage der persönlichen Vorlieben. Sogar Geräte mit Touch- und Knebelsteuerung lassen sich aufgrund des übergreifenden Bedienkonzepts und des perfekt aufeinander abgestimmten Designs miteinander kombinieren.

Zum Beispiel verfügen alle Geräte der Generation 6000 über die sogenannte Sensor-Tastenbank mit ihrem direkt ins Glas gefrästen Ein-/Ausschalter und weiteren Tasten für die Grundfunktionen. Die Sensor-Tastenbank ist unterhalb des Displays platziert und unterstreicht optisch die horizontale Linienführung des Systems. Und selbstverständlich sind die gleichen Funktionen auch immer an der gleichen Stelle zu finden.

Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang die Smartphones mit ihrer Touchbedienung, also der dritte eingangs beschriebene Trend? 

Touchbedienungen haben sich, wie bereits Anfang 2007 von uns vorausgesehen, rasant durchgesetzt, und dies aus gutem Grund. Denn bei ihnen handelt es sich um eine moderne und zukunftsgerichtete Umsetzung des Bedürfnisses nach einfachen und intuitiven Bedienungen, die sich auf das wirklich Notwendige beschränken.

Und wie hat sich Miele für das Smartphone-Zeitalter gerüstet?

Mit unserer „M Touch“-Bedienung, die in der Branche neue Maßstäbe setzten wird. M Touch bietet ein hochauflösendes farbiges TFT-Touch-Display, das es so nur bei Miele gibt. Der Nutzer wischt oder tippt, wie er es von Smartphone-Steuerungen her gewohnt ist, im Gerätemenü durch Berühren mit der Fingerspitze. Die Funktionen und Auswahlmöglichkeiten sind ergonomisch günstig, in weißer Schrift auf schwarzem Grund gestochen scharf abzulesen. Alleine die Auflösung konnten wir gegenüber den Spitzenklasse-Displays der Vorgänger-Generation 5000 vervierfachen. Wir waren mit Farben allerdings sehr zurückhaltend, denn Farben unterliegen einem schnellen Wandel. Hier ist nichts Überflüssiges oder gar Modisches verbaut - die Bedienung ist auf das Wesentliche reduziert und daher sehr intuitiv. Größtmögliche Individualität bei geringstmöglicher Komplexität – das ist die Generation 6000 von Miele.

 

Bettina Paur, 19.4.2013