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Helmut J. Rockenbauer, 16.5.2013

Kommentar Helmut J. Rockenbauer

Absturz gebremst!

Rosig war die Situation für den Elektrohandel auch in den ersten Monaten dieses Jahres nicht sonderlich. Aber die miesen Hinausverkaufsergebnisse haben sich ein wenig erholt.

So hat sich zwar bei der Unterhaltungselektronik das Vorjahresminus (6%) fortgesetzt, aber der Elektrofachhandel hat sich etwas besser entwickelt und nur ein Minus von unter 5% geschrieben – damit schnitt er besser ab als der Markt und vor allem der Nichtfachhandel und die anderen Kanäle.  Bedenklich ist aber hier die deutlich Kaufzurückhaltung, die sich, bedingt durch deren hohen Marktanteil, besonders bei den Flach-TV-Geräten – bei denen der durvhschnittliche VK gehalten werden konnte – umsatzmindernd auswirkte.

Deutlich zurückgegangen ist die Nachfrage nach Geräten der Weißware. Dieser Nachfragerückgang konnte allerdings durch deutliche Preissteigerungen in fast allen Gerätegruppen aufgefangen werden, wodurch sich der erzielte Umsatz (auch beim EFH) im Vergleich mit dem Vorjahr mit einer schwarzen Null ausdrückte. Verluste fuhr hingegen der Nichtfachhandel ein während sich der Küchenmöbelhandel über ein Plus von nahezu 3% freuen konnte.

Auch bei den elektrischen Kleingeräten gab es unter dem Strich einen leichten Stückverkaufs-Rückgang, der allerdings durch in vielen Produktgruppen deutlich steigende Verkaufspreise mehr als aufgefangene werden konnte. Daher kam es zu einem kumulierten Umsatzwachstum von rund 2%. Auch hier lag der EFH besser als der Markt und hatte die Nase vor dem Nichtfachhandel.

Besonders  erfreulich entwickelte sich der Telekom-Markt, der ein sattes Umsatzplus von 14% einfahren konnte. Den größten Anteil daran hatte natürlich das Geschäft mit den Smartphones (Marktanteil 79%), die in der Nachfrage die Mobiltelefone (MA nur noch 7%) abgelöst haben und durch ihren deutlich höheren Durchschnittspreis für ein Umsatzplus bei den Handys von 16% sorgten.

Auch der IT-Bereich legte erheblich zu, was besonders auf die riesige Nachfrage nach Tablets (rund +130%) zurückzuführen ist.

Mein Fazit: Der Qualitätsfachhandel hat in der Krise eindeutig die Nase vorne. Wer das in seinem Unternehmenskonzept berücksichtigt, wird den derzeit schwächelnden Markt locker überstehen.

Helmut J. Rockenbauer, 16.5.2013