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Michael Landertshammer, Institutleiter WIFI Österreich, Bettina Lorentschitsch, Obfrau der Bundessparte Handel und Michael Heritsch, GF der FHZWien der WKW (v.l.), heben stolz die Berufsakademie Handelsmanagement aus der Taufe.

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Bettina Paur, 16.12.2013

Erfolg durch – akademische – Weiterbildung

Berufsakademie Handelsmanagement

Neuer Karriereweg im Handel in Österreich: WKÖ, WIFI und FH Wien der WKW präsentieren die neue „Berufsakademie Handelsmanagement”. Was das konkret bedeutet: Ohne Matura oder Studienberechtigungsprüfung können Handelsprofis mit Berufserfahrung in zwei Jahren einen akademischen Abschluss – Titel: Master of Science (MSc) – absolvieren. Startschuss: Frühsommer 2014.

„Der dynamische Wandel im Einzel-, Groß- und Außenhandel stellt die österreichischen Handelsbetriebe im Hinblick auf die Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ständig vor neue Herausforderungen. Daher freut es mich besonders, dass  2014 das Jahr der Premiere für eine Innovation in Sachen Weiterbildung im heimischen Handel wird: Dann wird es flächendeckend in ganz Österreich möglich sein, sich im Rahmen der neuen ‚Berufsakademie Handelsmanagement‘ auf akademischem Niveau weiterbilden zu lassen“, so Bettina Lorentschitsch, Obfrau der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

„Damit gibt es in ganz Österreich erstmals eine praxisbezogene, berufsbegleitende Weiterbildung auf Hochschulniveau für Lehrlinge, Mitarbeiter, Wieder- und Quereinsteiger sowie Unternehmensgründer im  Handel in Österreich“, führt die Handelsobfrau weiter aus.

Der neue zwei Semester dauernde Lehrgang „Akademische/-r Handelsmanager/-in“ sowie das Master-Programm „MSc Handelsmanagement“ (Dauer ebenfalls zwei Semester) wurden mit dem Fokus auf das Motto „Praxis + Theorie = Erfolg“ von der WKÖ, der Bundessparte Handel und dem WIFI in enger Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Wien der WKW entwickelt. Durch die WIFIs gelingt die bundesweite Flächendeckung der Berufsakademie Handelsmanagement – das stellt eine absolute  Innovation in der österreichischen Hochschullandschaft dar.

„Ziel des neuen Karriereweges im Handel ist es, dass beruflich Qualifizierte ohne Matura als Absolventinnen und Absolventen der neuen Berufsakademie Handelsmanagement

  • fit für Führungspositionen in Handelsbetrieben werden,
  • später selbst einmal in der Lage sind, ein Unternehmen zu gründen und erfolgreich zu führen oder
  • die Nachfolge in der Führung eines bereits bestehenden Betriebes anzutreten“, erläutert Lorentschitsch.

„Die Berufsakademie Handelsmanagement als neues Aus- und Weiterbildungsangebot öffnet vor allem Lehrabsolventinnen und Lehrabsolventen mit Berufserfahrung den Weg von der Lehre zu einem akademischen Abschluss“, erläutert Prof. Dr. Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung Bildungspolitik der WKÖ und Institutsleiter des WIFI Österreich. „Bildungspolitisch gesehen sind die neuen Lehrgänge erstens ein wichtiges Instrument gegen den drohenden Fachkräftemangel. „Zweitens“, so Landertshammer, „wird damit sichergestellt, dass Österreich im europäischen Wettbewerb um eine genauso fundierte, wie praxisorientiere Ausbildung vorne mit dabei ist.“

„Die Berufsakademie Handelsmanagement ist ein Schulterschluss innerhalb der Wirtschaftskammerorganisation im bildungspolitischen Bereich“, hebt Landertshammer die Kooperation der Abteilung für Bildungspolitik der WKÖ, der Bundessparte Handel und des WIFI mit der FHWien der WKW hervor.

„Die FH Wien der WKW übernimmt die Leitung und Qualitätssicherung des Programms. Das stellt die akademische Qualität der Berufsakademie sicher“,  unterstreicht Mag. (FH) Ing. Michael Heritsch, Geschäftsführer der FHWien der WKW, die zentrale Rolle der FHWien der WKW als Spitzenanbieter für wirtschaftswissenschaftliche Studienangebote. Durch die Berufsakademie wird die Chancengleichheit verbessert und gleichzeitig sei die Berufsakademie ein vollwertiges Studium, so Heritsch weiter.

„Diese neue Ausbildungsschiene soll die Karriereentwicklung und die Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen ermöglichen und damit auch zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Handelsbetriebe sowie der Attraktivität der Branche beitragen“, so Lorentschitsch, Landertshammer und Heritsch unisono.

Kosten: 5.900 Euro für die beiden ersten Semester, 6.600 Euro für das Masterprogramm.

Nähere Details finden Sie in der aktuellen Ausgabe der E&W.

Den Studienplan finden Sie hier.

Bettina Paur, 16.12.2013