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Lediglich 27% der Befragten haben bisher von den Begriffen „Smart Home“ oder „Connected Home“ gehört – so das Ergebnis der ServiceValue GmbH Marktanalyse. (Grafik im Downloadbereich)


(Foto: pepsprog/ PIXELIO/ www.pixelio.de)

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Stefanie Bruckbauer, 18.7.2013

Marktanalyse Smart Home 2013

Was ist Smart-Home?

„Smart Home“ ist ja das große Thema auf der diesjährigen IFA. Passend dazu hat die ServiceValue GmbH die „Marktanalyse Smart Home 2013“ durchgeführt. Dabei wurden mehr als 1.000 Kunden von großen Elektro- und Computer-Fachmärkten zu Attraktivität und Nutzungspräferenzen von Smart Home Technologien befragt. Das Ergebnis: Viele Konsumenten haben noch immer keine Ahnung worum es sich bei diesem Thema überhaupt handelt.

Wie viel Kenntnis besitzen die Kunden bereits von der Smart Home-Technologie und ihren Einsatzmöglichkeiten, wie attraktiv sind diese und welche Barrieren halten die Kunden aktuell noch von einer Nutzung ab? Die „Marktanalyse Smart Home 2013“ gibt darauf Antwort, allerdings ist diese Antwort vergleichsweise ernüchternd: Denn, weniger als ein Drittel der Befragten (27%) kennt bisher überhaupt die Begriffe „Smart Home“ oder „Connected Home“ und über 40% haben keinerlei Vorstellung davon, was sich dahinter verbergen könnte. Nach entsprechender Information zur Smart Home-Technologie finden 61% der Befragten ein solches Angebot allerdings attraktiv bis sehr attraktiv, der Rest sieht für sich persönlich schlicht keinen Bedarf. Hauptgründe gegen Smart Home Lösungen sind aus Kundensicht – neben den (noch) zu hohen Kosten – die mangelnde Datensicherheit und fehlende einheitliche technische Standards. Darüber hinaus sehen die Befragten Optimierungspotenziale bei der Bedienbarkeit und Installation sowie bei der grundsätzlichen Information über diese neue Technologie. „Um die wachsenden Potenziale im Smart Home-Geschäft auszuschöpfen, haben Hersteller, Händler und Dienstleister also noch viel zu tun", so das Analyse-Fazit.

Handlungsbereitschaft trotz geringer Kenntnis

Der eigene Informationsstand zu den technischen Möglichkeiten, den Herstellern, dem Produktangebot sowie der Installation und Bedienung wird von den Befragten konsequenterweise nur mit der Schulnote „Drei minus“ bewertet. Trotz dieser schlechten Selbsteinschätzung des eigenen Informationsstandes würden über die Hälfte der Befragten die Auswahl und Konfiguration von Smart Home Geräten selber durchführen wollen, gut ein Drittel würde bei Unternehmen Rat suchen: Klar vorne in der Kundengunst liegen dabei spezialisierte Gebäudetechnik- oder Home-Automations-Unternehmen sowie Elektrofachhändler. Aber auch Hersteller von Unterhaltungselektronik- oder Haushaltsgeräten, Elektroinstallateure sowie IT-Softwareunternehmen können hier punkten. „Die Teilnehmer an dem Zukunftsmarkt Smart Home haben gegenwärtig noch gute Chancen, sich beim Kunden zu positionieren“, so Stefan Heinisch, Senior Manager der ServiceValue GmbH, „sie sollten dazu allerdings zeitnah dem Kundenbedarf nach mehr Sicherheit, einheitlichen technischen Standards und deutlich mehr Information nachkommen.“ 

Zahlungsbereitschaft

Ein umfangreiches Beratungsangebot zur Konzeption und Geräteauswahl einer Smart Home Lösung sowie eine Schulung auf eine eigene, individuelle Smart Home Lösung ist für rund ein Viertel der Befragten sehr attraktiv, über die Hälfte wünscht sich diese bei sich zuhause. Für solche Leistungen besteht bei den Befragten auch eine Zahlungsbereitschaft.

Für die „eigenen vier Wände“ sehen die Befragten zukünftige Einsatzmöglichkeiten vor allem im Bereich der Energieeffizienz und Sicherheit, Komfort-Aspekte haben hingegen eine deutlich geringere Relevanz. „Die zunehmende Verbreitung von Smart Home Technologie im Bereich Multimedia und Home Entertainment wirkt für weitere Einsatzbereiche barrieresenkend und somit nachfrageinduzierend“, kommentiert Heinisch die Entwicklung.

Stefanie Bruckbauer, 18.7.2013