Bettina Paur, 20.2.2012
Monolog eines Herausgebers
Quick & dirty
Was die Branche aufregt, beschäftigt uns natürlich auch in der E&W-Redaktion. Bei der letzten Redaktionssitzung ließ unser Herausgeber Andreas Rockenbauer einen Monolog vom Stapel, in dem er Onlinehandel, den Angriff auf den selektiven Vertrieb, Wettbewerbsbehörden, Geizhals und aufgeblasenes Regelwerk thematisierte. Wir haben ihn gebeten, das Ganze vor der Kamera zu wiederholen. Was dabei rauskam, sehen Sie, wenn Sie einfach auf das Foto oder den Videobutton klicken!
Unter dem Motto „Quick & dirty" haben wir uns spontan unsere kleine Sony-Kamera geschnappt und ohne große Vorbereitungen die Ansichten von Andreas Rockenbauer auf Film gebannt. Blockbuster-Qualität kann man deshalb nicht erwarten, aber eine intelligente Meinung zu den aktuellen (Streit-) Themen unserer Branche.
Die 12minütige Ansprache haben wir auf 4 Minuten gekürzt - um dem Zuseher die wichtigsten Passagen näherzubringen. Jenen Statements, die wir schneiden mussten, braucht aber keiner nachweinen - diese werden im nächsten Editorial der E&W 3 in schriftlicher Form nachgereicht.
Diskussionen dazu - sowie das Making of - gibt's natürlich auch auf Facebook!
Beide Videos stehen zudem auch auf Youtube!
Monolog eines Herausgebers
Making of
Viel Spaß beim Ansehen und auf viele Kommentare
wünscht (sich) die E&W-Redaktion


Bettina Paur, 20.2.2012
onlinekäufer | 16. 3. 2012, 19:44 Uhr
weil man sich null angepasst hat
es ist als würde ich mich im winter aufregen, dass es viel kälter als im sommer ist. ja, dann zieh dich wärmer an. wenn man sich als industrie nicht rechtzeitig anpasst, dann soll man sich nicht wundern (oder gar hetzen) über diejenigen die es getan haben.
shopper | 15. 3. 2012, 11:13 Uhr
was ist daran gesudert?
onlinekäufer, du zählst eine Wahrheit nach der anderen auf und qualifizierst das dann als Gesudere ab. Klar muss man sich anpassen. Aber ist Aussterben eine gute Art der Anpassung?
onlinekäufer | 14. 3. 2012, 14:43 Uhr
und das gesudere geht weiter...
aaahhh, fernsehen tötet radio!
aaahhh, kassette tötet vinyl!
aaahhh, cd tötet kassette!
aaahhh, mp3 tötet musik!
aaahhh, tauschbörse tötet kino!
aaahhh, fastfood tötet familiendinner!
aaahhh, wikipedia tötet britannica encyclopedia!
usw.....
kennen wir alles schon. anstatt sich anzupassen wird gesudert und schuldige werden gesucht.
KleinerkämpfenderHändler | 5. 3. 2012, 16:07 Uhr
Kunden
Wir als kleine Händler können froh sein, das nicht alle Kunden Technikfreaks sind.
Sollten einmal alle welche sein, werden sie uns auch nicht mehr brauchen. Es gibt halt noch sehr sehr viele Kunden die dankbar sind wenn wir ihnen auch wegen Kleinigkeiten weiterhelfen, was eigentlich kein Onlinehandel imstande ist, mit noch so vielen online-Produktbeschreibungen.
In der einen oder anderen Form wird es den stationären Fachhandel noch eine Weile geben.
lG.
M. Michael | 2. 3. 2012, 13:20 Uhr
Eine Überlegung dazu aus Konsumentensicht
Lieber Herr Rockenbauer!
Sie sprechen mir aus der Seele. Jeden Satz kann ich ohne Vorbehalt unterschreiben. Nur:
Der statonäre Handel verletzt seine (wirtschaftliche) Informationspflicht auf's sträflichste. Er beharrt noch auf dem alten Basar-Paradigma, bei dem der Kunde durch möglichst lautes und ennervierendes Schreien (klassische Werbung) in das Geschäft gelockt werden soll, wo ihm dann etwas auf's Aug' gedrückt wird und anschließend über den Preis gefeischt wird (ist mein letztes Stück, das kann ich Ihnen um ... geben.)
Der statonäre Handel macht sich nicht die Mühe dem Konusumenten auch online die Produktbeschreibung, die der online Handel sehr wohl stellen muß, zur Verfügung zu stellen (komm in's Geschäft fragen und schauen). Auch der tagesaktuelle Preis wird nicht online ausgewiesen (komm in's Geschäft feilschen). Der statonäre Handel lässt den Konsumenten online durch Rezensionen und Bewertungen nicht an den Erfahrungen anderer Kunden teilhaben (komm in's Geschäft und wir erzählen dir wie gut das Produkt ist und wie zufrieden andere Käufer damit waren).
Ich wünsche mir auch die Greißler zurück, aber in diesem Fall stirbt der stationäre Handel zu Recht. Solange er sich nicht die Mühe macht der Konsumentin, die sich nicht eine Woche Urlaub nehmen kann, um alle Geschäfte abzuklappern, die Möglichkeit zu geben sich online über sein komplettes Angebot, die tagesaktuellen Preise, Bedingungen und Erfahrungsberichte anderer zu informieren und zu vergleichen -um dann die Ware im Geschäft abzuholen, denn wer wirft schon gerne der Post oder DHL das Geld in den Rachen und muß dann Reklamationsware oder Garantieansprüche fernabwickeln- und sich gegebenenfalls bei Bedarf dort noch zusätzlich beraten zu lassen, stirbt er zu Recht, der stationäre Handel.
Meine 2 Cent dazu.
Schöne Grüße,
M.Michael.
Der Bloedmann | 20. 2. 2012, 22:32 Uhr
Lieber den Spatz in der Hand!
...das denken sich wohl viele die denken, ohne Geizhals nicht mehr ueberleben zu koennen. Die Box der Pandora heisst Pessata.