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Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Dienstag, 21. November 2017
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Wolfgang Schalko, Karl Pichler, 26.3.2013, Story-Link:1304096

Messehighlight als „Quantensprung“ für die Branche

Power-Days: Impression in Bild und Ton

Veranstalter Reed Messe konnte zu dieser – mittlerweile fünften – Ausgabe der Power-Days 155 nationale und internationale Aussteller begrüßen, die über 6.300 Fachbesucher aus ganz Österreich und dem benachbarten Ausland ins Messezentrum Salzburg lockten. E&W hat die Eindrücke der Fachmesse fotografisch und mit einem Video festgehalten.

Im Vergleich zur letzten Ausgabe 2011 kommen Verlauf und Bilanz der diesjährigen Veranstaltung in mehrfacher Hinsicht einem – wie Reed Messe-GF Matthias Limbeck feststellt – Quantensprung gleich. „Erstens konnten wir für die Power-Days 2013 zum ersten Mal die neue Messehalle 10 nutzen, was aufgrund des modernen und großzügigen Ambientes schon einmal optisch einen ganz anderen, attraktiven und eleganten Gesamteindruck vermittelte. Auch die Aussteller selbst zeigten mit gestalterisch und ästhetisch hochwertigen Messerauftritten Flagge und haben so ihrerseits den hohen Stellenwert der Power-Days unterstrichen. Zweitens waren in diesem Jahr mit 155 um ein Drittel mehr Aussteller als 2011 präsent, wodurch die Ausstellungsfläche um 40 Prozent auf 10.000 Quadratmeter zugenommen hatte. Und drittens konnten wir mit 6.300 Fachbesuchern gegenüber 2011 ein Plus von fast 24 Prozent erzielen. Insgesamt haben sich die Power-Days mit dieser fünften Ausgabe als hochwertige und von der Branche vorbehaltlos akzeptierte Fachmesse etabliert. Das Engagement und die Initiative der Aussteller, der Verbände und des Veranstalters sind somit belohnt worden".

Innovationsdynamik
Die Power-Days 2013 präsentierten die derzeit erhältlichen Produktneuheiten und -lösungen. Parallel zum Ausstellungsteil wurde ein thematisch abgestimmtes Rahmenprogramm geboten, zu dem einige Highlights zählten: etwa die Erstausgabe der Sonderschau „Licht Austria", die eigene E-Mobility Indoor-Teststrecke (in Kooperation mit „Austrian Mobile Power"), die Werkstattstraße zum aktiven Testen der Neuheiten und ein spannendes Vortragsprogramm auf der Bühne der Power-Days.
Das Produktangebot der Messe umfasste die Bereiche Elektro-, Energie-, Installations- und Antriebstechnik, erneuerbare Energien, Kommunikations- und Überwachungssysteme, Licht- und Beleuchtungstechnik, Sicherheitsgeräte und -ausrüstungen sowie Werkstätten-, Fertigungs- und Büroeinrichtung. Ebenso waren die Themen Photovoltaik und Smart Metering vertreten.
Zwar stehen bei einer Fachmesse stets Innovationen und Neuheiten im Vordergrund, und erst recht, wenn sie nur alle zwei Jahre stattfindet. Aber bei den Power-Days stach dieser Aspekt dieses Mal besonders hervor: „Wie in anderen technischen Branchen haben sich in den letzten Jahren auch bei den Produkten und Systemen für die Elektro- und Elektroinstallationsbranche die Innovationszyklen merklich verkürzt und die Anzahl der Neuheiten erheblich erhöht", merkt dazu Power-Days-Messeleiter Markus Reingrabner an. „Das macht diese Fachmesse einerseits noch attraktiver, andererseits wird ihr Besuch für den Fachmann aus Gewerbe und Handel immer unverzichtbarer und notwendiger, will er mit dem rascher gewordenen technischen Fortschritt mithalten und im Wettbewerb gerüstet sein".

Blick in die Zukunft
Wohin die Entwicklung geht, zeigte Trendforscher Sven Gábor Jánszky in seinem Vortrag „Lebenswelten 2020" auf, indem er, basierend auf marktprägenden Aktivitäten großer Unternehmen, die Weiterführung und Umsetzung bestehender Technologien im Lebens- und Wohnalltag skizzierte. Er nahm auch an der anschließenden, von Andreas Jäger (ServusTV) moderierten Podiumsdiskussion teil, in der Bundesinnungsmeister Joe Witke, Elektroplaner Friedrich Müller-Uri, Gerold Peham als Bewohner eines Smart Home, Verbund-Vorstand Wolfgang Anzengruber und Philips-Generaldirektor Robert Pfarrwallner die Zukunftszenarien, die noch mangelnde Zusammenarbeit der Gewerke und andere aktuelle, etwa aus der Förderpolitik resultierende Probleme diskutierten.
Auf die fragwürdige Förderpolitik hatte BIM Josef Witke bereits am Vortag bei der Podiumsdiskussion zum Thema „Elektrisch heizen – unklug oder klug?" hingewiesen. Er vertrat dabei die Auffassung, dass eine effiziente Infrarot-Paneelheizung Bauen sogar verbilligen könnten: „Gerade bei Niedrigenergie- und Passivhäusern können hier die Energiekosten aufgrund der Effizienz und der möglichen Temperaturabsenkung im Raum reduziert werden. Und trotzdem macht eine Elektroheizung schwerpunktmäßig in einem Gebäude das ‚Nein' der Wohnbauförderung aus." Da sei, so Witke, in den letzten Jahren vieles versäumt worden, weshalb substanzieller Änderungsbedarf bestehe.
Auf der 3.000 qm großen Indoor-Teststrecke E-Mobilität konnten alle Besucher die Gelegenheit wahrnehmen, sich selbst vom Fahrgefühl in E-Fahrzeugen zu überzeugen. Austrian Mobile Power stellte gemeinsam mit den Mitgliedern – darunter Hager, ABB, KTM AG, Raiffeisen Leasing, BEKO, REWE, Salzburg AG, ElectroDrive sowie Renault Sonnleitner und KTM Fahrrad – E-Fahrzeuge und entsprechende intelligente Ladestationen zur Verfügung.

Messekonzept bestätigt
Die Resultate der vor Ort durchgeführten Fachbesucherbefragung durch das Linzer „market Institut" bestätigen sowohl den Messeerfolg als auch die Richtigkeit des Messekonzepts. 88,9% der Befragten zeigten sich mit der Messe insgesamt sehr zufrieden; 98% wollen die Power-Days Kollegen und Geschäftspartnern weiterempfehlen, und 93,9% gaben an, vom Messebesuch profitiert zu haben. Neun von zehn Befragten bezeichneten das präsentierte Produktangebot als vollständig. Neue Produkte hatten laut Befragung 72,7% entdeckt, neue Anbieter und Aussteller 55,6%. Nach Wirtschaftsbereichen (Mehrfachnennungen) stellten Elektrotechniker (34,3%) und Elektroinstallateure (28,3%) die größten Fachbesucherkontingente, gefolgt vom Elektrofachhandel (14,1%) und dem Elektro-Großhandel (6,1%).

Der Messeerfolg wurde, wie auch die Fachbesucherbefragung aufzeigte, von einer absolut positiven wirtschaftlichen Grundstimmung getragen: 70,7% der Befragten zeigten sich mit der aktuellen wirtschaftlichen Situation ihrer Branche sehr zufrieden, 62,3% schätzten sogar, dass sich die Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten noch deutlich verbessern werde. „Da die Leute auch in dieser Branche hart um Aufträge und Geschäft kämpfen, scharf rechnen und auch bei ihren Kunden viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, sehe ich in diesen Ergebnissen einen erfreulichen Beweis dafür, dass sich dieser Bereich der sogenannten Realwirtschaft in guter Verfassung zeigt, Dynamik und Zukunftswillen beweist", so Matthias Limbeck. Nicht zuletzt deshalb blickt er gemeinsam mit dem Messe-Organisationsteam der Power-Days schon jetzt sehr zuversichtlich auf die nächste Ausgabe im Frühjahr 2015.

Einen Rück- und Einblick zur diesjährigen Ausgabe bietet das nachfolgende Messe-Video sowie die Power-Days Fotogalerie.

Wolfgang Schalko, Karl Pichler, 26.3.2013, Story-Link:1304096