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Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Montag, 20. November 2017
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Die neue Location des Mobile Wordl Congress: die Fira Gran Via in Barcelona. (Foto: Fiera Barcelona)


Asus stellte mit dem PadFone Infinity einen weiteren Versuch vor, Tablets und Smartphones zu verheiraten. (Foto: Asus)


Aggressiv traten wieder die Chinesen auf. Mit dem Ascend P2 stellte Huawei ein Top-Smartphone vor. (Foto: Huawei)


Neuer Formfaktor: NEC interpretierte mit dem Medias W N-05 das Falt-Smartphone neu. (Foto: NEC)


Hilft beim Wiederfinden: der Sick-n-Find. (Foto: StickNFind)

Zu diesem Artikel gibt es folgende weiteren Informationen:

> Video


Mobile World Congress :

Alle News aus Barcelona von dem Mobilfunk-Event des Jahres



Ausblick auf die Mobilfunk-Zukunft
MWC: Trends in Barcelona

Dominik Schebach, 1.3.2013
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MWC: Emporia verbindet

Dominik Schebach, 27.2.2013
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MWC: Superschlank in Barcelona
Sony Mobile Communications mit Premium Tablet

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Dominik Schebach, 1.3.2013

Ausblick auf die Mobilfunk-Zukunft

MWC: Trends in Barcelona

Der Mobile World Congress ging gestern zu Ende. Insgesamt besuchten mehr als 72.000 Menschen die Mobilfunkmesse im neuen Messezentrum an der Gran Via – ein neuer Rekord.  Dort haben Hersteller nicht nur die neuesten Smartphones präsentiert. Auch neue Formfaktoren, Gadgets und natürlich Netztechnologien spielten ihre Rolle. Nicht zuletzt haben die chinesischen Hersteller wieder mit ihrer ungebremsten Aufholjagd Aufsehen erregt.

Geht es um neue Formfaktoren für Smartphones, dann hat sich Barcelona wohl endgültig die das „Phablet“ etabliert. Sind es große Smartphones oder kleine Tablets – Geräte mit einer Displaygröße zwsichen 5 und 7 Zoll hatten auf den MWC ihren großen Auftritt und man kann nur hoffen, dass sich bald ein besseres Wort für diese Kategorie findet. Eines der interessantesten Geräte dabei wohl das Asus PadFone Infinity – ein 5 Zoll LTE Android-Smartphone, das sich in ein 10,1 Zoll Display eindocken lässt und so zum Herzstück des Tablets wird. Dazu muss das Smartphone nur in einer Ausnehmung an der Hinterseite des Displays eingesetzt werden. Ob dem Endkunden das 1.000 Euro wert ist, muss sich allerdings noch zeigen.

Starke Chinesen

Andere Hersteller, die übergroße Smartphones präsentierten waren ua Alcatel OneTouch, Huawei oder ZTE. Damit wären wir schon bei dem nächsten Highlight der Messe. Das Trio der chinesischen Hersteller setzt seine Aufholjagd fort. In Barcelona präsentierten sie alle ein umfangreiches Portfolio an Smartphones und Tablets, mit denen auf den Weltmärkten punkten wollen. Nach dem Huawei Ascend P1 im vergangenen Jahr hat der Hersteller mit dem Ascend P2 ein weiteres Top-Android-Smartphone vorgestellt, das viel Leistung und sowie  schnelles LTE zu einem wettbewerbsfähigen Preis in den Markt bringt.

Formfaktoren

Einen neuen Formfaktor präsentierte NEC, mit seinem Falt-Smartphone Medias W N-05E. Geschlossen bietet das Smartphone ein 4,3 Zoll Display. Klappt man das Gerät auf so verdoppelt der Schirm auf 5,6 Zoll – allerdings geteilt durch einen schmalen Steg. Der eigene Browser erlaubt entweder die Nutzung von zwei Anwendungen nebeneinander, oder einer Anwendung über zwei Screens. Zugegeben, das Gerät hat noch mehr den Charakter einer Studie, aber es zeigt, dass mit einem großen Touchscreen und vier abgerundeten Ecken die Formensprache noch nicht ausgeschöpft ist.

Gadgets

Auf dem MWC finden sich auch Gadgets für Smartphones. Eines ist zB  Stick-n-find. Der Bluetooth-Sender wird einfach an einem Schlüsselbund, dem Hundehalsband, der Handtasche oder einem beliebigen Objekt befestigt. Dazu gibt es eine Smartphone-App, die auf dem Display die Entfernung zum Sticker anzeigt. Auch kann die App Alarm schlagen, sobald sich der Sender aus dem Empfangsbereich bewegt (wenn man zB den Schlüsselbund liegen lässt.) Der Sender selbst verfügt über einen Buzzer sowie ein Signallicht, um das Widerfinden zu erleichtern. Stick-n-find ist in den USA bereits auf dem Markt.

TV kommt wieder

Die Geschichte wiederholt sich. Im Netzwerkbereich präsentierte Ericsson die erste Komplettlösung für TV über LTE. Bereits heute machen Mulitmedia-Inhalte 40% der Nutzung für Smartphones sowie Tablets aus und der Anteil wird sicher noch steigen. Mit LTE-Broadcasting-Lösung setzt Ericsson auf neue Video-Codecs, die geringere Bandbreiten benötigen und Streams an das Endgeräte anpassen, womit die Übertragung vereinfacht und verbessert werden soll. Ziel ist es die Netze zu entlasten, damit TV über LTE in den stark ausgelasteten Netzen der Ballungsräume überhaupt langfristig sinnvoll eingesetzt werden kann.  Der australische Carrier Telstra will die Lösung als erstes testen.

M2M

Schließlich schreitet die Verneutzung der alltäglichen Dinge weiter voran. auf dem MWC haben Hersteller und Netzbetreiber eine eigene "Stadt" aufgebaut, um M2M-Anwendungen zu demonstrieren. So zeigte auch Ford den EcoSport, der über Mobilfunk vernetzt ist. Die GSMA, der Weltverband der Mobilfunker, geht von 50 Mrd vernetzter Geräte bis 2020 aus.

Dominik Schebach, 1.3.2013