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Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Freitag, 24. November 2017
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Wolfgang Schalko, 29.11.2016

Gesprächsstoff für den POS

Geschichtenerzähler gefragt

Mit dem Weihnachtsgeschäft naht wieder jene Zeit des Jahres, wo die Nachfrage besonders groß ist und das Geld besonders locker sitzt. Naturgemäß gute Nachrichten für den Handel, zumal Elektronik-Produkte gern gesehene Gaben unterm Christbaum sind …

Auf der anderen Seite prägen aber auch weniger erfreuliche Dinge wie Rabattschlachten oder Lieferengpässe alljährlich das vierte Quartal. Und dazwischen drängen die Kunden in die Geschäfte und haben dabei vor allem eines: viele Fragen. Völlig verständlich, dass der Käufer die Gewissheit erlangen will, wirklich das „Richtige" mit nach Hause zu nehmen und entsprechend wissbegierig ist. Darauf sollte – und kann man sich auch sehr gut – einstellen, zumal es heuer eine ganze Reihe von guten Storys gibt, die man am POS zum Besten geben kann.

Hier einige einfache Fragen bzw Beispiele: Wenn jemand auf der Suche nach Kopfhörern ist, wäre es fast fahrlässig, nicht nach dem genutzten Handy zu fragen – nicht nur wegen der unterschiedlichen Bedienung von iOS und Android-Modellen, sondern um festzustellen, ob sich das gute Stück überhaupt einstöpseln lässt (Stichwort neues iPhone). Oder falls sich jemand für mobile Bluetooth-Lautsprecher interessiert, drängt sich der Hinweis, dass sich viele aktuelle Modelle zu regelrechten Sound-Zonen koppeln lassen, förmlich auf. Selbiges gilt für Kunden, die die Anschaffung eines Multiroom-Systems beabsichtigen, in Bezug auf den bevorzugten Streaming-Dienst. Ähnliches gilt auch im Foto-Bereich: Kunden, die sich gerne der Nachbearbeitung ihrer Bilder widmen, könnten eventuell etwas für Features wie Post Focus (bachträgliches Fokussieren) übrig haben.

Den Stoff für besonders viele „Geschichten" liefert aber einmal mehr der TV-Bereich. Das beginnt bei den Technologien LED/LCD versus OLED, setzt sich bei Features wie HDR-Formaten fort und mündet schließlich bei der – gefühlt seit Ewigkeiten immer gleichen – Frage nach dem Empfangsweg (bzw bis zu einem gewissen Grad damit verbunden auch den Fernsehgewohnheiten – häufiges Aufnehmen ja/nein, Second Screen genutzt ja/nein, Betrachten von Fotos oder eigenen Videos am Fernseher ja/nein, u.Ä.). Mittlerweile ist es aber nicht mehr ausreichend, die Frage „SAT, Kabel oder Antenne?" zu stellen, genauso wenig wie es heute genügt, nach HD oder SD zu fragen. Allen voran durch Sky hat die breite Masse bereits erste Möglichkeiten zum 4K-Konsum, und wenn die zuletzt offenbarte Entwicklungsgeschwindigkeit beibehalten wird, sollte das UHD-Angebot rasch größer werden. Eines ist allerdings fix: Von einem digitalen Eingangssignal kann man mittlerweile getrost ausgehen. Dieses könnte neben dem Rundfunk jedoch genauso gut über das Internet kommen, und das betrifft nicht mehr nur die zumeist junge Generation als Nutzer von Streaming-Diensten wie Netflix oder Maxdome, sondern durch die „Red Button"-Funktion und Contentangebote wie Flimmit, ATVsmart oder die Premium-Sender von HD Austria eigentlich jeden TV-Haushalt. Hier läutet eine Evolution gerade schleichend eine Revolution ein. Geschichten gibts also mehr als genug – man muss sie nur erzählen...

Wolfgang Schalko, 29.11.2016
        





Medientechniker | 4. 12. 2016, 23:59 Uhr