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Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Samstag, 18. November 2017
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Dominik Schebach, 25.10.2013

Gastkommentar von Robert Ribic

Christkind geh‘ du voran

Es war einmal - Ein klassischer Märcheneinstieg. Also, ältere MitbürgerInnen können sich erinnern, dass das Weihnachtsgeschäft bis zu zweistellige Umsatzsteigerungen gebracht hat. Der Handel jubilierte dem Christkind entgegen und beneidete die Handybranche im Besonderen, weil dort die Leute Schlange standen, um das jeweils neueste Gerät einem lieben Familienmitglied unter den Baum zu legen. Die Umsatzzuwächse dürfen getrost herunter geschraubt werden, die „Schlangen“ vor den Geschäften sind auf sehr überschaubare Größenordnungen geschrumpft.

Es wäre zu kurz gegriffen, schöbe man das alles auf die sattsam strapazierte Krise seit dem unrühmlichen Untergang der Lehman-Bank. Netzanbieter und Hersteller sorgen gleichermaßen dafür, dass sich das Geschäft übers Jahr verteilt. Neuvorstellungen prasseln laufend über uns herein, Supersondertarife sonder Zahl mit Null -Euro Geräten lassen selbst Profis an den Rand der Aufnahmefähigkeit geraten.

Was bleibt da für das arme Christkind?

Die Sicherheit, dass mit den Smartphones wieder attraktive Weihnachtsgeschenke winken. Freie Handys waren früher - gemessen an der Kaufkraft - auch schon sündteure Dinger. Wenn heute bei den  Smartphones eher auf den Preis geschaut wird, dann liegt das tatsächlich an der Krise. Teurer sind die Alleskönner verglichen mit den Monatseinkünften von Anno dazumal nämlich nicht.

Dann wäre noch das weite Feld des Zubehörs ins Auge zu fassen. Hier trat zum Glück ein gewisser Bewusstseinsprozess ein. Die großen Displays der Smartphones ungeschützt zwischen Schlüsselbund und Hartgeld in der Hosentasche verschwinden zu lassen, erscheint denn doch vielen als sinnlose Zerstörung also gleichzusetzen mit Geldverschwendung. Schutzhüllen - besonders modische für die Damenwelt - liegen gut im Trend. Tablets wollen sowieso geschützt sein.

Freisprecheinrichtungen liegen  etwas weniger im Trend. Frau und Herr Österreicher zahlen lieber € 50,00 Strafe an die Polizei als € 25,00 für ein Bluetooth - Ohrstopserl im Handyshop.

Das nur so als Einwurf.

Bleibt nur der Appell ans Christkind: Geh‘ mit gutem Beispiel voran, zeige schon den Jüngsten, dass du ein Smartphone der neuesten Generation hast - das müssten die Eltern dann begreifen!

Dominik Schebach, 25.10.2013