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Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Samstag, 18. November 2017
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Erwin Pellet, 15.5.2013

Standpunkt des Spartenobmann KommR Erwin Pellet

Immer wieder sonntags…

...heißt derzeit das aktuelle Diskussionsthema in den Medien. Diesmal haben eine Drogeriehandelskette und ein Einkaufszentrenbetreiber das ewige Debattenfeuer um die Sonntagsöffnung neu angefacht. Mit der Änderung der Gewerbeordnung hat die Regierung rasch reagiert und das Feuer im Keim erstickt.

Aus meiner Sicht macht ein Offenhalten am Sonntag für uns Handelsunternehmen wenig Sinn. Viele unserer Mitgliedsbetriebe sind Kleinunternehmer und EPU's und können den gesetzlichen Rahmen der Öffnungszeiten derzeit aufgrund ihrer knappen Ressourcen gar nicht ausnutzen. Neben unserer Verkaufstätigkeit an den Geschäftsöffnungszeiten gibt es schließlich für uns Unternehmer auch noch viele administrative Dinge zu erledigen.

Meist werden die freien Stunden und Wochenenden dazu genutzt, um diese Arbeiten durchzuführen. Der Fall des freien Sonntages würde uns noch zusätzlich unter Druck setzen und noch stärker belasten. Rechnet man den entstehenden Kosten die zu erwartenden zusätzlichen Umsätze gegenüber, ergibt sich für viele Unternehmer kein positives Gesamtergebnis. Alle Untersuchungen von Experten haben gezeigt, dass die Umsätze durch einen offenen Sonntag nicht vermehrt, sondern nur verschoben werden. Bei der ganzen Diskussion um die Sonntagsöffnung – geht es neben wirtschaftlichen Überlegungen, wie Umsätze, Zusatzkosten etc. – auch um einen Wertewandel der Gesellschaft.

Der arbeitsfreie Sonntag wurde hart erkämpft und hat gerade auch für uns Unternehmer eine wichtige Funktion als Ruhetag. Er ermöglicht uns, gemeinsam mit unseren Familien ein Innehalten vom wirtschaftlichen Druck der durch die Veränderungen und den Umbrüchen die derzeit im Handel stattfinden, geprägt ist. Sonntagsarbeit sollte daher im Handel nicht die Regel, sondern die Ausnahme sein und bleiben.

Erwin Pellet

Obmann der Sparte Handel

Erwin Pellet, 15.5.2013