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Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Mittwoch, 18. Juli 2018
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elektro.at am Sonntag – KW 49:

Vorweihnachtszeit, 2. Advent. Bis zum großen Fest sind es noch zwei Wochen hin. Bei uns müssen Sie allerdings nicht so lange warten: Die E&W 12/2017 kommt gerade aus der Druckerei. Lesen Sie mit E&W am Sonntag schon heute unsere Kommentare zur neuen Ausgabe.



Widerspruch? Gut so!
Ich bin dafegen

Andreas Rockenbauer, 10.12.2017
Multimedia-Kommentar E&W 12/2017
Stilfragen oder ein amerikanisches Déjà vu!

Wolfgang Schalko, 10.12.2017
Zu diesem Eintrag gibt es 5 Kommentare
Künstliche Intelligenz
Und plötzlich sind sie da

Dominik Schebach, 10.12.2017
Was bringt Weihnachten und was verspricht das neue Jahr?
Es geht zur Sache

Dominik Schebach, 10.12.2017
Wie ein Märchen aus längst vergangenen Tagen
Na dann, Halleluja!

Stefanie Bruckbauer, 10.12.2017


Wolfgang Schalko, 10.12.2017

Multimedia-Kommentar E&W 12/2017

Stilfragen oder ein amerikanisches Déjà vu!

Eigentlich sollte an dieser Stelle, so kurz vor Weihnachten und dem Jahresende, entweder ein Rückblick auf die bereits absolvierten elfeinhalb Monate oder passend zur Jahreszeit etwas Besinnliches, Tröstliches bzw. Nachdenkliches stehen – jedenfalls nichts Hochbrisantes aus der Branche. Allerdings lassen mir die aktuellen Geschehnisse in der heimischen Fachhandelslandschaft keine andere Wahl, zumal sie durchaus etwas mit Aspekten der Besinnung zu tun haben und auch einiges zum Nachdenken geben.

Gemeint ist damit in erster Linie Sonos und die Kündigung mit Jahresende, die man sowohl gegenüber seinem langjährigen Distributor Novis als auch gegenüber allen autorsierten Fachhandels-Partnern (immerhin rund 300) kürzlich ausgesprochen hat.

Aber blicken wir zunächst rund eineinhalb Jahre zurück: Da sorgte Bose für Aufruhr im Fachhandel, weil man die Vertragskriterien derart verschärfte (oder anders gesagt: die Umsatzvorgaben erhöhte), dass sie von vielen, auch über viele Jahre treuen Fachhändlern nicht mehr erfüllt werden konnten. Beim Versuch, Licht in die Angelegenheit zu bringen, erhielt E&W damals nur die wenig aufschlussreiche Auskunft: „Sie werden verstehen, dass wir die Geschäftsvereinbarungen mit unseren Vertriebspartnern sowie unsere Vertriebsstrategie vertraulich behandeln. Aus diesem Grund können wir Ihre konkreten Fragen nicht beantworten." Noch kurz zuvor, unter dem „alten" Bose Management geführt von Anton Schalkamp, waren genau diese Dinge stets explizit und sehr datailliert erörtert worden (auch und gerade gegenüber der Fachpresse) – aber so ändern sich die Zeiten. Wie Bose heute dasteht soll an dieser Stelle gar nicht weiter erläutert werden.

Einer der Profiteure der damaligen Situation war Sonos. Eine ganze Reihe von Händlern fand darin eine Alternative zu Bose bzw entdeckte überhaupt ein neues Geschäftfeld für sich. So unterschiedlich die beiden Unternehmen Bose und Sonos in ihrer Philosophie, Ausrichtung und Produktgestaltung auch sein mögen, bestehen doch einige auffällige Parallelen: Etwa, dass es sich um US-amerikanische Unternehmen handelt, dass beide vom Fachhandel aufgebaut bzw. „groß" gemacht wurden und dass irgendwann der Punkt kam, an dem man sich dem unliebsam gewordenen „Entwicklungshelfer" wieder entledigte – bei Sonos eben jetzt (denn dem Vernehmen nach soll die Zahl der autorisierten FH-Partner zukünftig nur noch im mittleren zweistelligen Bereich liegen). Und es gibt eine weitere Gemeinsamkeit: Sonos ging zwar auf einige der von E&W gestellten Fragen ein, blieb aber – mittlerweile leider typisch für Konzerne – konkrete Zahlen, Namen sowie Angaben zur Strategie und der Vertriebsstruktur in Österreich bis dato ebenso schuldig wie eine plausible Begründung für den getätigten Schritt. Was sogleich Gerüchte schürte, man müsse ja nur 1 und 1 zusammenzählen, wer von der neuen Situation profitiere, um den Treiber dahinter auszumachen. Ich will hier aber gar nicht den Boden für weitere Spekulationen nähren, sondern nur noch einen bezeichnenden Satz von Bundesgremialobmann Wolfgang Krejcik anführen, der sich auf die geleistete Aufbauarbeit des EFH rund um bezog: „Dankbarkeit hat in unserer Branche keinen Stellenwert mehr." Aber wie heißt's so schön: neues Jahr, neues Glück!

Wolfgang Schalko, 10.12.2017
        





SaMi | 12. 12. 2017, 13:20 Uhr
- | 11. 12. 2017, 21:14 Uhr
Montagsschreiber | 11. 12. 2017, 08:13 Uhr
J M | 10. 12. 2017, 12:04 Uhr
Sonntagsschreiber | 10. 12. 2017, 08:44 Uhr