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Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Mittwoch, 22. November 2017
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Ein schönes Weihnachtsgeschenk für die Telekom-Branche kann Bundesgremialobmann Wolfgang Krejcik überbringen: Das Ansinnen der Finanz, die UST auf IMEI-Provisionen nachzufordern, konnte abgewendet werden.

UST und IMEI:

Die Finanzbehörde wirft ein Auge auf die IMEI-Provisionen. Konkret fordert die Behörde, dass nun auch für diese Ausgleichszahlungen der Betreiber die Umsatzsteuer abgeführt wird – und das rückwirkend.



„Ein Weihnachtsgeschenk für die Branche"
Krejcik meldet Erfolg bei IMEI-Verhandlungen

Dominik Schebach, 1.12.2015
Bundesgremium bittet um Information über aktuelle Fälle
UST und IMEI: Behörde zeigt kein Einlenken

Dominik Schebach, 13.11.2015
Zu diesem Eintrag gibt es 3 Kommentare
Bundesgremium wendet Belastung für Telekom-Branche ab
Finanzministerium: (L)UST auf IMEI?

Dominik Schebach, 5.10.2015
2 Kommentare


Dominik Schebach, 1.12.2015

„Ein Weihnachtsgeschenk für die Branche"

Krejcik meldet Erfolg bei IMEI-Verhandlungen

Das Ansinnen der Finanz, die Umsatzsteuer auf die IMEI-Zahlungen bis ins Jahr 2009 zurück einzufordern, hat für einige Nervosität in der Telekom-Branche gesorgt. Jetzt kann Bundesgremialobmann Wolfgang Krejcik einen Erfolg vermelden. In Verhandlungen mit dem Finanzministerium ist es gelungen, diese Bedrohung für die Branche abzuwehren.

„Das ist ein schönes Weihnachtsgeschenk für die Branche“, erklärte Krejcik vorab gegenüber E&W. „Das war eine existenzielle Bedrohung für hunderte Betrieben, wie auch ich sie persönlich noch nie erlebt habe. Deswegen ist es für mich umso erfreulicher, dass es nach Gesprächen bis hinauf zum Bundesminister gelungen ist, eine Lösung auszuhandeln, mit der in der Frage der IMEI-Provisionen für die Vergangenheit keine neue Mehrwertsteuerbelastung eintritt.“

Die Neubewertung des IMEI-Erstattungsbetrags durch die Finanzbehörden hatte seit Oktober viele Händler extrem beunruhigt, wie auch Krejcik berichtet. In den vergangenen Wochen haben sich deswegen nicht wenige Mitglieder des Gremiums auch persönlich gemeldet, um ihren Sorgen Ausdruck zu verleihen. Umso wichtiger sei es gewesen, die Kammer für dieses Problem zu sensibilisieren. Und auch im Finanzministerium sei man letztlich auf das notwendige Verständnis gestoßen. Krejcik spricht in diesem Zusammenhang auch den vielen Mitgliedern aus der Telekom-Branche seinen Dank aus, die sich in dieser Sache für das Gremium engagiert haben.

Für die Zukunft seien nun die Netzbetreiber am Zug. Sie müssen jetzt möglicherweise ein neues Modell für die IMEI-Ausgleichszahlungen entwickeln, dass mit der geänderten Rechtsansicht des Finanzministeriums kompatibel ist. Wie zu hören war, wird dies aller Voraussicht nach auf eine Gutschein-Lösung hinauslaufen. Eine genaue „Bedienungsanleitung“ soll hier noch folgen.

Dominik Schebach, 1.12.2015