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Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Mittwoch, 20. Juni 2018
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Ernst Gittenberger (KMU Forschung Austria), Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel in der WKÖ und Roman Seeliger (BSH Geschäftsführer Stv.) präsentierten heute das Zwischenergebnis zum Weihnachtsgeschäft.


Zwischenbilanz laut KMU Forschung Austria.


Branchensieger dieses Jahr ist der Schu- und Lederwareneinzelhandel. Der EFH legte demnach im Weihnachtsgeschäft gegenüber 2016 nur leicht zu.

Dominik Schebach, 19.12.2017

WKÖ-Buchmüller präsentiert erste Zwischenbilanz

Weihnachten: Stationärer Handel legt erstmals seit 2013 zu

Vorsichtig optimistisch zeigt sich Spartenobmann Peter Buchmüller zur Zwischenbilanz des Weihnachtsgeschäftes. Bis zum 16. Dezember 2017 hat der Einzelhandel knapp 60% der Weihnachtsumsätze erzielt. Dabei kann der stationäre Einzelhandel in ganz Österreich im Vergleich zum Vorjahr kalenderbereinigt einen Umsatzzuwachs von 1% verzeichnen. Allerdings bremst der Kalender.

„Der Fokus im bisherigen Weihnachtsgeschäft 2017 im österreichischen Handel liegt ganz klar auf den drei Einkaufssamstagen“, hält Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel (WKÖ), fest. Allerdings differenziert er: „Nicht für alle Branchen, nicht für alle Lagen und auch nicht für alle Geschäftsgrößen ist es gleich gut gelaufen.“

Das Zwischenresümee der KMU Forschung Austria umfasst den Zeitraum vom 1. Dezember bis inklusive drittem Einkaufssamstag. Hier konnte der stationäre Einzelhandel in ganz Österreich im Vergleich zum Vorjahr kalenderbereinigt einen Umsatzzuwachs von 1% verzeichnen. Für das gesamte Weihnachtsgeschäft werden allerdings die halben Einkaufstage am 24. und 31. Dezember fehlen. „Damit bremst der Kalender das Christkind heuer möglicherweise ein bissl aus“, formuliert Handelsobmann Peter Buchmüller diese Tatsache. On- und offline liegt das bisherige heimische Weihnachtsgeschäft um 1,5% über dem Niveau des Vorjahres.“

Entwickelt sich das Weihnachtsgeschäft der Einzelhandelsgeschäfte auch in der letzten Adventwoche weiterhin positiv, ist erstmals seit 2013 wieder mit einem Anstieg der Weihnachtsumsätze im stationären Einzelhandel zu rechnen – auf in Summe rund 1,545 Milliarden Euro. Das würde einem Umsatzplus in Höhe von rund 15 Millionen Euro entsprechen.

Die Branchensieger

 Branchensieger im bisherigen Weihnachtsgeschäft sind der Schuh- und Lederwareneinzelhandel sowie der Sportartikeleinzelhandel. Der Schuh- und Lederwareneinzelhandel hat das höchste Umsatzplus erzielt. In Folge der winterlichen Temperaturen ist es in der Branche zu einem Wachstum von 7% gekommen. Auf Platz 2 folgt mit dem Sportartikeleinzelhandel ebenfalls eine Branche, die von der winterlichen Wetterlage profitieren kann und kalenderbereinigt einen Umsatzzuwachs von 4% verzeichnet. Der Lebensmitteleinzelhandel sowie der Einzelhandel mit Elektrogeräten, Computern und Fotoartikeln übertreffen kalenderbereinigt bislang ebenfalls das Umsatzniveau des Vorjahres.

Online legt kräftig zu

Der überwiegende Anteil des Weihnachtsgeschäfts (94%) im österreichischen Einzelhandel wird im stationären Ladengeschäft erwirtschaftet. Rund 6% in Online-Shops von Einzelhandelsunternehmen in Österreich. „Das Online-Weihnachtsgeschäft der heimischen Einzelhändler steigt 2017 um 7% auf in Summer rund 107 Millionen Euro“, erklärte Roman Seeliger, stellvertretender Geschäftsführer der Bundessparte Handel. Die Ausgaben für Weihnachtspräsente der österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten bei internationalen Internet-Anbietern dürften nochmals in derselben Größenordnung liegen.

Aber ohne Internet geht es natürlich nicht.  „50% der Österreicherinnen und Österreicher ab 15 Jahre holen vor dem Geschenkeeinkauf Informationen im Internet ein. 35% kaufen heuer ihre Weihnachtspräsente auch, aber nicht ausschließlich via Internet ein. Rund 1 von 7 Weihnachtsgeschenken wird heuer via Internet besorgt. Vom geplanten Weihnachtsbudget fließt rund jeder achte Euro ins Internet“, so Seeliger mit weiteren Erhebungsergebnissen. Gekauft werden bei österreichischen und internationalen Internetanbietern aber nicht nur Einzelhandelswaren, sondern auch z.B. Reisen, Veranstaltungstickets, etc. Besonders beliebt ist Online-Christmas-Shopping in der Altersgruppe 15 bis 39 Jahre.

Wie geht es weiter?

Der Einzelhandel erzielt nach dem dritten Advent-Samstag heuer noch mehr als 30% der Weihnachtsumsätze bis zum Heiligen Abend. Besondere Hoffnungen setzt der Handel in den vierten Einkaufssamstag am 23. Dezember. Weitere 10% des Weihnachtsumsatzes werden vom vom Stefanitag bis Silvester erwirtschaftet.

Erfreulicher Weise liegt zwischen dem dritten Einkaufssamstag und dem Heiligen Abend noch eine ganze Einkaufswoche inklusive dem vierten Weihnachtseinkaufssamstag“, hebt Handelsobmann Buchmüller hervor. „In dieser Woche werden weitere mehr als 30 Prozent der Weihnachtsumsätze erzielt. Und das Umsatzniveau steigt traditioneller Weise von Woche zu Woche.“

 

Dominik Schebach, 19.12.2017