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Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Mittwoch, 22. November 2017
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Michaela Rauschka, PEter Kolba und Sepp Eisenriegler heute vor der Presse zu geplanter Obsoleszenz. „Wir sprechen hier von einem globalen Problem. Wir stellen heute nochmals eindeutig klar, dass dies kein Angriff auf den österreichischen Handel ist“, erklärte Kolba vor laufender Kamera. (Foto: Schebach)


Das heute von Eisenriegler vorgelegte Mail, das als Indiz für ein Obsoleszenz-Kartell gewertet wird. (Foto: Schebach)

Bundesgremium gegen Eisenriegler :

Schon in der Vergangenheit war Sepp Eisenriegler immer wieder mit seinen Aussagen zu geplanter Obsoleszenz aufgefallen. Jetzt wird die Gangart schärfer.



„Wir sprechen von einem globalen Problem“
Obsoleszenz: Klarstellung von Eisenriegler und Kolba

Dominik Schebach, 15.9.2017
10 Kommentare
Kartell-Klage angekündigt
Eisenriegler geht in die Offensive

Dominik Schebach, 12.9.2017
1 Kommentar
Vollständiger Widerruf verlangt
Bundesgremium gegen R.U.S.Z-GF Sepp Eisenriegler

Dominik Schebach, 5.9.2017
12 Kommentare


Dominik Schebach, 15.9.2017, Story-Link:1710008

„Wir sprechen von einem globalen Problem“

Obsoleszenz: Klarstellung von Eisenriegler und Kolba

Mit seiner generellen Aussage zu „Sollbruchstellen“ in Elektrogeräten und da im Speziellen Waschmaschinen hat R.U.S.Z.-GF Sepp Eisenriegler für Aufsehen gesorgt. Bei einer heutigen Pressekonferenz gemeinsam mit Verbraucherschützer Peter Kolba und Elektrohändlerin Michaela Rauschka ihre Indizien dafür vorgelegt, sowie eine entsprechende Anzeige bei der Generaldirektion für Wettbewerb der EU-Kommission angekündigt.

Als Grundlage für ihren Vorwurf, dass sich einige Handelsverbände quasi das Ablaufdatum ihrer Geräte bestellen, legten Kolba und Eisenriegler heute ein Mail vor. Danach bestellte eine niederländische Organisation bei einem belgischen Lieferanten Hausgeräte mit einer „Gemittelten Gebauchsdauer in Monaten“ (siehe Foto). „Wir sehen das als ein Indiz dafür, dass ein großer Handelsverband bei einem Hersteller in Belgien eine Liste mit der Lebensdauer der Geräte vorgibt“, so Kolba. Laut Eisenriegler und Kolba trug sich der Vorfall bereits 2015 zu. 

Gleichzeitig betonten Kolba und Eisenriegler, die die Pressekonferenz in einem Zug auch als einen Wahlwerbeauftritt für die Liste Pilz nutzten, dass sie sich mit ihren Vorwürfen nicht auf Österreich beziehen. „Wir sprechen hier von einem globalen Problem. Wir stellen heute nochmals eindeutig klar, dass dies kein Angriff auf den österreichischen Handel ist“, erklärte Kolba vor laufender Kamera. Er vermutet hier eine industrieweite Absprache, weswegen heute auch eine Anzeige bei der Wettbewerbsbehörde der EU eingebracht wurde.

Die Aussage von Kolba ist auch im Hinblick auf die Forderung von Bundesgremialobmann Wolfgang Krejcik interessant. Dieser hatte angesichts der recht undifferenzierten Äußerung von Eisenriegler im ORF einen Widerruf vom R.U.S.Z.-GF gefordert.

Eisenriegler selbst betonte seine Solidarität mit dem kleinen Fachhandel. „Bei meinen Vorträgen versuche ich immer wieder die kleinen Elektrohändler zu unterstützen. Ich sage meinen Zuhörern, wenn ihr eine gute, reparierbare Waschmaschine  haben wollt, dann müsst ihr beim lokalen Handel kaufen. 300 Euro-Waschmaschinen sind eine Preislüge. Die kann man nicht reparieren.“

Die Position des Elektrohandels wurde dazu nochmals von Michaela Rauschka, GF eines niederösterreichischen EFH-Unternehmens dargelegt: „Es ist logisch, dass Markengeräte eine andere Verarbeitung haben.  Gerade der Elektrohandel ist massiv darauf angewiesen, dass wir reparieren können.“

Dominik Schebach, 15.9.2017, Story-Link:1710008
        





kleinerhändler | 19. 9. 2017, 07:32 Uhr
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