EuW Logo
Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Montag, 20. November 2017
okhilfe
spacer gif

: Auch 2017 darf sich der Einzelhandel auf das Weihnachtsfest freuen. Wie der Deloitte Christmas Survey zeigt, schenken die deutschen Verbraucher den stationären Händlern mehrheitlich ihr Vertrauen. (Bild: Petra Bork/ pixelio.de)


Frauen wünschen sich Beautyprodukte, Kochutensilien und Schmuck ... (Grafik: Deloitte)


Für Männer ist nach wie vor die Technik ein großes Thema. (Grafik: Deloitte)

Stefanie Bruckbauer, 30.10.2017

Einzelhandel ist Einkaufsziel Nummer eins

Deloitte Christmas Survey

Die Zeit der Weihnachtsumfragen geht wieder los und wie der aktuelle jährlich erscheinende Deloitte Christmas Survey zeigt, darf sich der Einzelhandel 2017 auf das Weihnachtsfest freuen – er bleibt laut Umfrage unter deutschen Konsumenten nämlich das „Einkaufsziel Nummer eins“. (Bild. Petra Bork/ pixelio.de)

Der Einzelhandel darf sich also auch 2017 auf das Weihnachtsfest freuen, denn wie der Deloitte Christmas Survey zeigt, schenken die Verbraucher den stationären Händlern mehrheitlich ihr Vertrauen. So planen ganze zwei Drittel, ihre Geschenke hauptsächlich in diesem Kanal zu erstehen. Am häufigsten wollen sie dabei zu Büchern, Kosmetik und Süßwaren greifen – aber auch Gutscheine und Bargeld finden sich weit oben auf der Liste.

Deutlich über ein Drittel der Konsumenten hat sich laut Deloitte vorgenommen, die Präsente im November zu besorgen. „Erstaunlicherweise spielen spezielle Verkaufstage, wie der Black Friday, für deutsche Käufer so gut wie keine Rolle“, sagt Deloitte, laut dem nur knapp über 2% der Befragten planen an einem dieser Tage ihre Geschenke zu kaufen. Anfang Dezember wollen sich gut 25% auf den Weg machen. „Dieser führt sie vor allem in lokale Fachgeschäfte, aber auch Kaufhäuser können sich auf viele Kunden freuen“, sagt Deloitte, und: „Gerade der Fachhandel spielt hier seine Stärken aus: Die Käufer schätzen die hohe Beratungskompetenz, den unkomplizierten Umtausch sowie das einfache Bezahlen. Doch auch das Internet bleibt ein stark frequentierter Weihnachts-Marktplatz. Seine Vorteile: bessere Vergleichsmöglichkeiten, attraktivere Preise, mehr Zeitersparnis – und natürlich die 24/7-Öffnungszeiten.“ Im Vergleich zu 2016 (wo noch 464 Euro ausgegeben wurden) steigen die Budgets laut Deloitte übrigens auf 484 Euro.

Vom Thron gestoßen

Laut der Umfrage sind Bücher nicht mehr die beliebtesten Geschenke. Zwar wollen sie 41% verschenken, 38% würden gerne welche bekommen - begehrter indes seien Süßigkeiten: Rund 44% würden sich über Pralinen freuen, knapp 41% haben gute Aussichten darauf. Anders als im Vorjahr ist laut Deloitte auch Bargeld nicht mehr so begehrt (26%) – hier könnte das Angebot (38%) an Heiligabend die Nachfrage übersteigen. Ähnliches gilt für Gutscheine (von 33% gewünscht, von knappen 40 % avisiert), während kosmetische Artikel nahezu eine Deckungsgleichheit aufweisen (33%/34%).

Männer- und Frauensache

Wie Deloitte feststellte, scheinen sich die Präferenzen der Geschlechter im Vergleich zum Vorjahr einander etwas angenähert zu haben. „Signifikante Unterschiede gibt es natürlich dennoch: Für Männer ist nach wie vor die Technik ein großes Thema: Bei Konsolen, PCs und externer Hardware liegen sie klar vorn. Frauen hingegen führen deutlich bei Beautyprodukten, Kochutensilien und Schmuck. Bemerkenswert: Bei Kleidung herrscht fast Übereinstimmung.“

Top-10-Wunschzettel (Frage: Welches dieser Geschenke wünschen Sie sich?)

Frauen
1. Schokolade (46%)
2. Bücher (43%)
3. Kosmetika/Parfüms (42%)
4. Bargeld (36%)
5. Geschenkgutscheine (34%)
6. Beauty (24%)
7. Schmuck (21%)
8. CD (19%)
9. DVD (19%)
10. Food & Drink (18%)

Männer
1. Schokolade (41%)
2. Bargeld (41%)
3. Bücher (32%)
4. Geschenkgutscheine (32%)
5. Food & Drink (25%)
6. Kosmetika/Parfüms (24%)
7. DVD (22%)
8. CD (20%)
9. Kleidung/Schuhe (18%)
10. Games (17%)

Inspiration

Inspirationen für schöne Weihnachtsgeschenke finden die Verbraucher laut Deloitte in Geschäften, auf Webseiten oder durch Tipps von Bekannten. „Im Netz sind vor allem Online-Stores und Suchmaschinen häufig verwendete Ressourcen. Soziale Netzwerke eignen sich gleichermaßen gut für den Ideenaustausch oder für Preischecks. Für den Online Kauf nutzen die meisten noch die klassischen Zugänge über PC oder Laptop. Mobile Commerce als Kanal wächst aber rasant und ist bereits für 20% der Befragten eine Alternative. Für Händler wird es daher immer wichtiger dies bei der Gestaltung ihrer Online-Stores zu berücksichtigen und die damit verbundenen Systeme und Prozesse entsprechend zu gestalten. Beim stationären Handel sind vor allem Fachgeschäfte, der Einzelhandel oder Kaufhäuser für das Weihnachtsshopping beliebt“, so die Ergebnisse.

Karsten Hollasch, Partner und Leiter Consumer Business bei Deloitte, erklärt: „Rund 484 Euro wollen die Menschen in diesem Jahr an Weihnachten durchschnittlich für Geschenke, Verpflegung, Reisen und Entertainment ausgeben. Das sind vier Prozent mehr als im letzten Jahr. Dies lässt auf ein nach wie vor hohes Verbrauchervertrauen in die allgemeine und individuelle wirtschaftliche Lage schließen. Wie im letzten Jahr übersteigen die geplanten Käufe vor Ort die Online-Ausgaben, in diesem Jahr sogar noch deutlicher als 2016.“ Hollasch ergänzt abschließend: „Der Einzelhandel wurde bereits mehrmals abgeschrieben, bleibt aber dennoch Einkaufsziel Nummer eins bei den Verbrauchern. Die Vorteile des Online-Einkaufs werden von den Menschen aber immer mehr geschätzt. Es bestehen jedoch teilweise noch Bedenken wegen des Datenschutzes und sicherer Bezahlmethoden.“

Stefanie Bruckbauer, 30.10.2017