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Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Mittwoch, 17. Januar 2018
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Wie Bitkom in einer Erhebung herausgefunden hat, nutzt nur jedes dritte kleine Unternehmen das Potenzial aus, um seine Kunden in der digitalen Welt besser zu verstehen – aber jedes zweite große. (Grafik: Bitkom)

Stefanie Bruckbauer, 14.12.2017

Bitkom Branchenvergleich

Interesse an Online-Kunden

Wie der Digitalverband Bitkom herausgefunden hat, interessieren sich große Unternehmen mehr für ihre Online-Kunden als kleine: „Nur jedes dritte kleine Unternehmen nutzt das Potenzial aus, um seine Kunden in der digitalen Welt besser zu verstehen – aber jedes zweite große“, so das Ergebnis einer Umfrage unter mehr als 1.000 Unternehmen.

Onlineshopping boomt weiter und nicht nur jetzt zur Weihnachtszeit versuchen fast alle Unternehmen ihre Kunden auf digitalem Weg zu erreichen. „Doch die große Mehrheit nutzt dabei das Potenzial bei Weitem nicht aus, die Kunden besser zu verstehen und die eigenen Angebote entsprechend anzupassen“, sagt der Digitalverband Bitkom, laut dem die Unternehmen im Durchschnitt nur gut ein Drittel (35%) der möglichen Daten, die beim digitalen Kontakt mit ihren Kunden über Webseite, Online-Shop oder Newsletter entstehen, erheben und analysieren. Dabei würde der Geschäftserfolg künftig immer stärker von der digitalen Kundenbeziehung abhängen, wie Dr. Frank Termer, Bereichsleiter Software beim Digitalverband Bitkom, sagt. „Bereits mit vergleichsweise geringem Aufwand können gerade auch kleinere Unternehmen sehr viel näher an ihre Kunden heranrücken, als das in der analogen Welt möglich wäre.“

Vor allem größere Unternehmen seien bei diesem sogenannten Digital Analytics & Optimization-Prozess deutlich vorne. Bei den Unternehmen mit 500 oder mehr Mitarbeitern beträgt der Anteil 51%. Bei jenen mit 100 bis 499 Mitarbeitern sind es dagegen nur 38%, bei 20 bis 99 Mitarbeitern sogar nur 33%. Aber nicht nur zwischen großen und kleinen Unternehmen gebe es deutliche Unterschiede beim Einsatz von Digital Analytics & Optimization, sondern auch zwischen den Branchen. So erreichen Chemie- und Pharma-Unternehmen einen Abdeckungsgrad von 43% beim Einsatz von digitalen Kontaktmöglichkeiten und der Datenanalyse, dahinter folgen die Automobilindustrie (40%), der Handel (39%) sowie Banken, Versicherungen und die IT- bzw. Telekommunikationsbranche mit jeweils 38%.

Stefanie Bruckbauer, 14.12.2017