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Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Montag, 30. Mai 2016
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Bauen die Hersteller ein geplantes Ablaufdatum in ihre Produkte ein? (Foto: Thommy Weiss / PIXELIO, www.pixelio.de)



Stefanie Bruckbauer, 12.12.2012

ARGE Abfallvermeidung

Eingebautes Ablaufdatum?

Die ARGE Abfallvermeidung, Ressourcenschonung und nachhaltige Entwicklung GmbH tagte am Montag in Graz. Eines der diskutierten Themen: „Die Industrie baut in Haushalts- und Elektrogeräten bewusst Schwachstellen ein, um die Lebensdauer dieser Geräte zu senken. So sollen Kunden zum Kauf neuer Ware animiert werden“, so der Vorwurf.

„Ob Waschmaschine, Handy oder Fernseher – viele Produkte haben indirekt bereits bei ihrer Herstellung ein geplantes Ablaufdatum eingebaut.“ Zu diesem Schluss kamen am Montag die Teilnehmer der Tagung der ARGE Abfallvermeidung in Graz, wie die Tageszeitung "Heute" berichtet.

Obwohl Technologien ständig voranschreiten, würden Elektro- und Haushaltsgeräte immer schneller kaputt. „So lag die durchschnittliche Lebensdauer einer Waschmaschine im Jahr 1998 bei rund zwölf Jahren; heute hält sie maximal sechseinhalb Jahre, manche Billigprodukte sogar nur drei Jahre“, kritisierte ein Teilnehmer. „Es gibt sie, diese Sollbruchstellen. Und auch die Materialien, die darauf ausgerichtet sind, ein Gerät nicht all zu lange halten zu lassen.“

Der Ursprung dieses Ärgernisses liegt, davon sind die Tagungsteilnehmer laut Zeitungsbericht überzeugt, „bei den Herstellern und dem Elektrohandel“, denn „es ist deren Interesse, weiterhin Profitzuwachs zu erwirtschaften.“ Weitere Informationen zur Tagung der ARGE Abfallvermeidung gibt es momentan noch nicht. In Kürze sollen aber Details folgen.

"Murks, nein danke!"

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch die Homepage „Murks, nein danke des Deutschen Stefan Schridde. Es handelt sich dabei um eine Internet-Plattform, die geplante Obsoleszenz (ein Produkt, das auf natürliche oder künstlich beeinflusste Art veraltet ist oder altert) in allen Variationen sichtbar machen und transparent darüber aufklären möchte. Konsumenten sind dazu aufgerufen, Produkterlebnisse zu melden, bei denen vermutet wird, dass geplante Obsoleszenz der Grund für den Schadensfall kurz nach Garantieablauf ist. Aber auch positive Erlebnisse sollen behandelt werden.

Stefanie Bruckbauer, 12.12.2012
        





robert | 11. 1. 2013, 12:32 Uhr
Michael H. | 13. 12. 2012, 16:53 Uhr
kleiner Händler... | 13. 12. 2012, 16:21 Uhr
kleinerhändler | 12. 12. 2012, 22:33 Uhr