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Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Dienstag, 22. Januar 2019
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elektro.at am Sonntag - KW 49:

Hier finden Sie die gesammelten Kommentare der elektro.at-Redakteure und Gastschreiber aus dem Sonntags-Newsletter der KW 49.



Ein Kommentar von Robert Ribic – E&W 12/2018
Einmal einfach nur „Danke“ sagen

Robert Ribic , 9.12.2018
Moral berechnen?
Von Werten, die keine sind

Andreas Rockenbauer, 9.12.2018
Kommentar in der Weihnachtszeit
Ich bin doch nicht blöd!

Stefanie Bruckbauer, 9.12.2018
Zu diesem Eintrag gibt es 1 Kommentar
Multimedia-Kommentar E&W 12/2018
Eine Weihnachtsgeschichte

Wolfgang Schalko, 9.12.2018
Recht im Handel – Handeln im Recht
Weihnachten – Wie dürfen wir diese besondere Zeit nutzen?

Dr. Nina Ollinger, 9.12.2018
Telekom-Kommentar von Dominik Schebach – E&W 12/2018
Briefe ans Christkind

Dominik Schebach, 9.12.2018
Vielleicht muss man auch US-Konzerne erziehen
Klare Botschaft

Dominik Schebach, 9.12.2018
Achtung: Dienstgeberhaftung
Rat & Tat: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Kanzlei Kowarik, Waidhofer, 9.12.2018


Dominik Schebach, 9.12.2018

Telekom-Kommentar von Dominik Schebach – E&W 12/2018

Briefe ans Christkind

Jetzt ist es also so weit. Die Registrierungspflicht für Wertkarten (S. 38) kommt. Ab 1. Jänner 2019 müssen sich Neukunden beim Kauf einer Prepaid-SIM-Karte registrieren, ab dem 1. September 2019 auch die bisherigen Bestandskunden, wenn sie ihr Guthaben aufladen wollen. Der Brief ans Christkind der österreichischen Sicherheitsbehörden wurde – entsprechend der Jahreszeit – endlich erhört. Diesen war die Möglichkeit anonymer Kommunikationsströme immer schon ein Dorn im Auge. Nach 20 Jahren wird damit die anonyme Wertkarte der Vergangenheit angehören.

Einen Gewinn an öffentlicher Sicherheit sollte man sich ob dieser Maßnahme allerdings nicht erwarten. Mehrere europäische Staaten haben die Auswirkungen eine Registrierungspflicht für Wertkarten schon untersucht und in der Folge von der Maßnahme Abstand genommen. Der Nutzen war einfach zu gering. Wer heute anonym kommunizieren will, kann dies weiterhin tun. Die dazu notwendigen Maßnahmen halten sich in engen Grenzen. Wer allerdings gläsern wird, ist der normale Bürger. Der ist nun für die Behörden immer sofort greifbar. 

Für die Kunden bedeutet die Registrierungspflicht allerdings zuerst einmal zusätzlichen Aufwand, weswegen viele in der Branche davon ausgehen, dass die Anzahl der SIM-Karten zumindest anfänglich zurückgehen wird. Damit einher geht aber auch eine Chance – in diesem Fall für den Telekom-Fachhandel. Zwar stand mit dem Redaktionsschluss noch nicht fest, welche Verfahren schlussendlich zum Zug kommen sollen, aber irgendwer muss ja die Wertkarten-Kunden registrieren. Zwar wird es sicher eine Lösung für das Internet geben, aber viele Kunden werden ihre SIM-Karte weiterhin beim Händler kaufen und dort auch gleich registrieren. Für andere Kunden werden mit der Registrierungspflicht aber auch die Vorteile für die Wertkarte geringer, weswegen vielleicht auch der eine oder andere Benutzer auf einen Handy-Vertrag umsteigen könnte. 

Wenn ich also jetzt meinen Brief ans Christkind hier anhängen darf, dann wünsche ich mir, dass möglichst viele Telekom-Händler ab dem kommenden Jahr diese Chance auch nutzen können und so viele zusätzliche Stammkunden gewinnen. Der Handel kann diese zusätzlichen Kunden gut gebrauchen – besonders, um auch die Flaute nach Weihnachten zu überbrücken. Gespannt bin ich allerdings darauf, wie die Registrierung von Kunden aus dem Ausland gelöst wird. Wie werden in Zukunft zB Touristen aus den Golfstaaten für ihren zweiwöchigen Urlaub in Zell am See ihre Wertkarten-Tarife lösen. Wird sich bei diesen Kunden der Gesetzgeber ebenfalls mit Namen und Ausweis zufriedengeben? Und wie viele Prepaid-SIM-Karten dürfen pro Person registriert werden? Einige dieser Fragen werden uns wohl noch in den kommenden Monaten beschäftigen. Darunter sollte allerdings das Weihnachtsgeschäft nicht leiden. Deswegen wünsche ich Ihnen hier noch ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft und viel Erfolg – Prepaid-Registrierung hin oder her. 

Dominik Schebach, 9.12.2018