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Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Dienstag, 12. Dezember 2017
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(Foto: Gabi Schoenemann/pixelio.de)

Dominik Schebach, 5.7.2016

Consumer Check

Sommerschlussverkauf: Die Mehrheit kauft spontan

Durchschnittlich 200 Euro geben die Österreicher und Österreicherinnen im Sommerschlussverkauf aus. Traditionell machen Bekleidung und Schuhe das Rennen, aber auch Elektronik ist hochgefragt. Dabei kauft eine Mehrheit von 70% der Befragten spontan, wie eine die Consumer Check-Umfrage von Marketagent.com im Auftrag des Handelsverbandes ergab.

Bekleidung und Schuhe sind die unangefochtenen Sieger im Sale. Vergleicht man Mann und Frau, so zeigen sich fast schon stereotypische Unterschiede. Während Männer verhältnismäßig oft gut informiert und zielgerichtet Produkte aus den Bereichen Elektronik und Sport kaufen, shoppen die Damen spontaner und sichern sich öfters vergünstigte Accessoires und Kosmetikprodukte. Mit  durchschnittlichen Ausgaben von 200 € pro Person ist der Schlussverkauf für den Handel wie Weihnachten im Juli“, so Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes. 

Dabei sind die deklarierten Shopping-Muffeln zum Sommerschlussverkauf eindeutig in der Unterzahl. Während 42% aller Österreicherinnen definitiv zum Sale zuschlagen wollen und 44% sich noch unschlüssig sind, wollen gerade einmal 14% gänzlich auf die Schnäppchenjagd verzichten. 28% der Befragten wollen auf weitere Reduzierungen warten, um von den hohen Rabatten am Ende des Sales zu profitieren.

Bei 92% aller Frauen findet man zum Schlussverkauf Kleidung in der Einkaufstasche. Geschlechterübergreifend bei immerhin 85% der Konsumenten. Damit ist Bekleidung (85%) vor Schuhen (57%) klar auf Platz eins. Große Unterschiede gibt es bei Sportartikeln (Männer: 31% / Frauen:17%), Elektronik (M: 29% /F: 9%) und Accessoires (M: 9% / F: 30%).

Unterschiedlich ist auch die Herangehensweise: Zwar sucht die große Mehrheit der Österreicher und Österreicherinnen (insgesamt 71% der Befragten) spontan nach Schnäppchen, Frauen sind allerdings mit 77% spontaner als Herren, von denen jeder Dritte gut informiert 33% einkaufen geht. Bei Frauen beträgt der Anteil jener, die eine Vorrecherche durchführen nur 20%. Keinen Unterschied gibt es beim eingeplanten Budget. Im Durchschnitt sind 200 Euro für den Sommerschlussverkauf vorgesehen. Fast jeder/jede Vierte will allerdings auch 300 Euro oder mehr ausgeben. Insgesamt profitieren Shopping-Center am stärksten vom Sommerschlussverkauf. Immerhin zwei Drittel der Befragten wollen dort den Sommerschlussverkauf nutzen. Allerdings sind Online-Shops stark im Kommen. So wollen knapp zwei Drittel der 14 bis 29jährigen online kaufen.  

Dominik Schebach, 5.7.2016