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Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Freitag, 24. November 2017
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Wolfgang Schalko, 5.7.2013, Story-Link:1307579

Traditionsunternehmen feiert Jubiläum

Metz: 75 Jahre Qualität „Made in Germany“

Metz ist eines der traditionsreichsten Unternehmen der deutschen Elektronik-Industrie und behauptet sich seit 75 Jahren unabhängig am Markt. Eine erstaunliche Erfolgsgeschichte, mussten doch innerhalb dieses Zeitraums zahlreiche bekannte Hersteller dem schwierigen Markt Tribut zollen und die Geschäftstätigkeit einstellen. Rück-, Ein- und Ausblicke…

Im Jahr 1938 startete die Fertigung elektronischer Geräte. In den folgenden Jahren führte Paul Metz seine Firma zu weltweiter Bedeutung. Aktuell konzentriert sich das Unternehmen auf drei Geschäftsfelder: Unterhaltungs-Elektronik, Foto-Elektronik und Kunststofftechnik. Zahlreiche Innovationen prägen Vergangenheit wie Gegenwart und schaffen Potenzial für die Zukunft. Bis zum heutigen Tag vereint das nach wie vor inhabergeführte Unternehmen Entwicklung und Produktion am Standort Deutschland (Zirndorf). Dies garantiert einen gleichbleibend hohen Qualitätsstandard „Made in Germany".

Historischer Abriss

Die Firmengründung von Metz geht auf das Jahr 1938 zurück. Von diesem Zeitpunkt an gelang es Paul Metz mit unermüdlichem Einsatz und immer neuen Ideen, sein Unternehmen stetig weiter auszubauen. Bereits 1947 startete er mit der Produktion von Rundfunkgeräten. In den folgenden Jahren kamen weitere Geschäftsfelder hinzu.
1952 stieg Paul Metz in das Blitzgeräte-Geschäft ein und setzte ab 1979 mit einer zukunftsweisenden Innovation Zeichen: Die Einführung des weltweit einmaligen SCA-Adaptersystems ermöglichte von diesem Zeitpunkt an, Metz Blitzgeräte an Kameras aller gängigen Hersteller anzuschließen und machte Metz in den folgenden Jahren zu einer der weltweit führenden Marken in diesem Bereich. Inzwischen werden Metz Blitzgeräte in über 90 Länder der Welt exportiert. Die neuesten Erfolgsmodelle wurden als „beste Blitzgeräte" mit verschiedenen Awards ausgezeichnet. Als erste Blitzgeräte der Welt wurden sie mit USB-Schnittstelle ausgestattet. Über sie lässt sich die spezifische Firmware des Modells via Computer und Internet bequem updaten. Hinzu kommen Innovationen, wie ein weltweit völlig neuartiger, kabelloser Makroblitz mit zwei individuell steuerbaren Reflektoren.

Das auf den Umsatz bezogen bis heute wichtigste Geschäftsfeld für Metz wurde 1955 mit der Produktion von Schwarzweiß-Fernsehern ins Leben gerufen. Erweitert wurde dieses Segment 1967 mit der Entwicklung und Produktion eigener Farb-Fernsehgeräte. In diesem Zeitraum startete Metz den selektiven Vertrieb über den CE-Fachhandel, der bis heute einen wichtigen Eckpfeiler des serviceori-entierten Metz Erfolgskonzeptes bildet. So erhält der Käufer neben ausgezeichneten Produkten einen zusätzlichen Mehrwert an Service. Im Jahr 1990 wurde das erste TV-Gerät mit eigener Metz 100-Hertz-Technologie eingeführt. Die hervorragende, flimmerfreie Bildqualität begeisterte Endverbraucher und Fachpresse gleichermaßen. Bereits im Jahr 1995 wartete Metz im TV-Bereich mit einer Neuheit auf, die das Sortiment bis heute flexibel, einzigartig und erfolgreich macht: Das modular aufgebaute TV-Chassis wurde aus der Taufe gehoben. Mit Beginn der Jahrtausendwende ließ sich hier schon der erste digitale Tuner integrieren. Ein weiterer Meilenstein kam im Jahr 2005 mit der Einführung eigener LCD-TV Geräte hinzu. Seither werden am Firmenstandort Zirndorf Flachbildfernseher mit innovativen Technologien „Made in Germany" entwickelt und produziert. Zeitgleich mit der Möglichkeit hochauflösendes Fernsehen empfangen zu können, hielten 2007 integrierte HDTV-Module Einzug in das Metz Sortiment, die auch rückwirkend (!) nachrüstbar sind.

1957 kam der dritte Geschäftsbereich von Metz hinzu: In Zirndorf wurde das Tonmöbelwerk mit der Produktion von Holzgehäusen für Radios und TV-Geräte in Betrieb genommen. Im Jahre 1969 erweiterte man es mit der Aufnahme der Kunststoff-Fertigung. Eine Sparte, die bis heute einen weiteren wichtigen Baustein für Metz nicht zuletzt in Bezug auf die Herstellung eigener hochwertiger TV-Gehäuse darstellt. Aber auch renommierte Industriepartner nutzen die zuverlässige Fertigung am Standort Deutschland mit all ihren individuellen Systemlösungen und nutzen den Vorteil alles aus einer Hand zu bekommen.

Im Jahr 1993 verstarb Paul Metz im Alter von 82 Jahren. Seither führt seine Ehefrau Helene Metz die Erfolgsgeschichte des Unternehmens unvermindert fort. Unternehmergeist, aber auch Verantwortung und Engagement für Mitarbeiter und Gesellschaft prägen auch heute noch ihr Handeln; innovative Ideen und hervorragende Qualität bilden, damals wie heute, die Grundlage für die positive Unternehmensentwicklung: „Mein Mann und ich haben stets investiert und die Entwicklung des Unternehmens vorangetrieben. Eigenständigkeit war uns wichtig. Gleichzeitig legten wir immer sehr viel Wert auf hervorragend ausgebildete, hochmotivierte Mitarbeiter. An diesen Werten wird sich auch künftig nichts ändern."

Derzeit beschäftigt das Unternehmen rund 610 Mitarbeiter und erwirtschaftete in 2011 einen Umsatz von 124 Millionen Euro. Auf einer Fläche von insgesamt 86.000 Quadratmetern sind die gesamte Entwicklung, Produktion und der Vertrieb angesiedelt. Die bis heute positive Entwicklung ist zu einem guten Teil der Einführung innovativer Produkte und Verfahren in allen Unternehmensbereichen zu verdanken, die dazu beitragen, das technisch Machbare jeweils bedienfreundlich in die Tat umzusetzen. „Unser Unternehmen steht auf einem soliden Fundament. Die Planung für die nächsten Jahre ist vielversprechend; wir werden unsere Kernkompetenzen weiter ausbauen" – so Geschäftsführer Norbert Kotzbauer, der heute in Zusammenarbeit mit Manfred Billenstein das Unternehmen aktiv leitet: „Die Stärke von Metz ist die Kombination von ausgezeichneter Qualität „Made in Germany", zukunftssicheren Produktkonzepten, klaren Vertriebsstrukturen und absoluter Kundenorientierung."

Eckpunkte der Unternehmensgeschichte

  • 1938: Firmengründung durch Paul Metz
  • 1947: Produktionsstart Rundfunkgeräte
  • 1952: Beginn der Blitzgeräte-Produktion
  • 1955: Produktionsstart von Schwarzweiß-Fernsehern
  • 1957: Inbetriebnahme des Tonmöbelwerks in Zirndorf
  • 1967: Beginn der Farb-Fernsehgeräte-Produktion
  • 1969: Aufnahme der Kunststoff-Fertigung
  • 1979: Entwicklung des SCA-Systems zur Adaption von Kameras verschiedener Hersteller an Metz-Blitzgeräte
  • 1987: Umwandlung in eine GmbH & Co. KG
  • 1990: Produktionsstart der 100-Hertz-TV-Geräte
  • 1993: Gründer Paul Metz verstorben. Fortführung des Unternehmens durch Ehefrau Helene Metz
  • 1995: Start des Metz Modul-Konzepts
  • 1997: Gründung der Paul und Helene Metz-Stiftung
  • 2000: Start des Metz Digital-Modul-Konzepts mit Nachrüstbarkeit für künftige Technologien
  • 2002: Zehnmillionstes Metz Blitzgerät
  • 2004: Weltneuheit: digitales, lernfähiges Blitzgerät MB 28 CS-2
  • 2005: Erstmalige Vorstellung von selbst entwickelten LCD-TV-Geräten „Made in Germany"
  • 2006: Vorstellung des ersten Blitzgeräts mit innovativem USB-Anschluss
  • 2007: LCD-TV-Sortiment mit HDTV-Empfang. Weltweit einzigartige Nachrüstbarkeit von HDTV
  • 2008: Großes LCD-TV Sortiment mit hochauflösenden 42" Full HD Panels, 100 Hz DMC-Technologie und integriertem Festplattenrecorder.
  • 2010: Metz erweitert vier LCD-Produktfamilien mit energieeffizienter LED-Technologie. Metz erneuert sein System-Blitzgerätesortiment um 25 neue oder überarbeitete Modelle.
  • 2012: Auf der IFA stellt Metz mit Metz mecaControl eine komfortable Bedien-App zur Steuerung von Metz Fernsehern via Smartphone und Tablet Computer vor. Metz erweitert den Geschäftsbereich der Blitzprodukte mit den Videoleuchten mecalight sowie den Studioblitzgeräten mecastudio.

Eine ausführliche Darstellung der Metz-Geschichte ist im beigefügten PDF-Dokument nachzulesen. Zahlreiche – wirklich sehenswerte (!!) – Impressionen aus all den Jahren zeigt die Bildergalerie.

 

Wolfgang Schalko, 5.7.2013, Story-Link:1307579