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Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Dienstag, 11. Dezember 2018
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Dieses Jahr erwartet die RTR einen Quartalsrekord bei Paketen. (Bild: Pambieni/ pixelio.de)

Stefanie Bruckbauer, 3.12.2018

Quartalsrekord erwartet

Spitzenwerte bei Paketen

Wie auch die Zahlen im neuen RTR Post Monitor zeigen, werden immer mehr Pakete verschickt. Für Q4 des laufenden Jahres erwartet die RTR einen Quartalsrekord und darüber hinaus einen neuen Rekord im Weihnachtsgeschäft.

(Bild: Pambieni/ pixelio.de)

Der „RTR Post Monitor 2. Quartal 2018“ zeigt einen kontinuierlichen Aufwärtstrend bei Paketen. „Bei der Lieferung der Weihnachtsgeschenke machen die Paketzusteller dem Christkind immer mehr Konkurrenz“, sagt Postregulator Johannes Gungl. Für die nahe Zukunft sieht Gungl jetzt schon einen Spitzenwert kommen: „Im Inlandsversand werden wir heuer im 4. Quartal allem Anschein nach erstmals die Marke von 30 Millionen Paketen unter zehn Kilogramm überschreiten.“

Laut RTR wurden im 2. Quartal 2018 innerhalb Österreichs mehr als 26 Millionen Pakete unter zehn Kilogramm Gewicht versendet. „Aufgrund der Saisonalität ergibt vor allem ein Vergleich mit dem gleichen Quartal des Vorjahres Sinn. Hier zeigt sich ein Plus von 9,3% bei der Anzahl der Sendungen“, so die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH.

Anstieg bei Paketen aus dem Ausland

Für jedes Paket, das aus Österreich in das Ausland geschickt wird, kommen rund drei Pakete aus dem Ausland nach Österreich, wie die RTR feststellt. „Die Anzahl dieser Pakete aus dem Ausland wächst im Vergleich zum gleichen Quartal des Vorjahres weiterhin stark (plus 13%). In Summe wurden im 2. Quartal 2018 rund 15,6 Millionen Pakete aller Gewichtsklassen aus dem Ausland in Österreich zugestellt.“

 „Der unaufhaltsame Anstieg der Paketsendungen ist nur mehr schwer zu bewältigen und das zeigt sich auch in der RTR Schlichtungsstelle für Postdienste“, sagt Gungl. Bis 30. September 2018 verzeichnete die Schlichtungsstelle 139 Verfahren betreffend Paketsendungen. „Damit scheint es sehr wahrscheinlich, dass der Gesamtjahreswert 2017 von 165 Paketverfahren übertroffen werden wird. Am häufigsten betreffen die Verfahren Zustellprobleme, wir helfen da gerne weiter, natürlich auch wenn die Verfahren oft von den Empfängern beantragt werden“, sagt Gungl. Man müsse hierbei nämlich wissen, dass der Beförderungsvertrag nur zwischen dem Versender und dem Postdiensteanbieter eingegangen wird. „Daher kommen allfällige Ansprüche aus einer mangelhaften Erfüllung des Beförderungsvertrags nur dem Absender zu. Die Empfänger sind hier lediglich Dritte, obwohl sie vielleicht dem Absender die Kosten der Beförderung vorausbezahlt oder ersetzt haben.“

Stefanie Bruckbauer, 3.12.2018