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Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Sonntag, 19. November 2017
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Der nächste Skandal: Amazon soll kassierte Umsatzsteuer nicht abliefern

Konflikt mit Amazon :

Der Online-Versandhändler gerät ins Fadenkreuz.



Noch immer kein Bevollmächtigter
Schutzverband gegen Amazon

Dominik Schebach, 4.12.2014
1 Kommentar
Kurier berichtet von möglichen Ungereimtheiten
Verhöhnt Amazon die Finanz?

Andreas Rockenbauer, 27.11.2014
14 Kommentare


Andreas Rockenbauer, 27.11.2014

Kurier berichtet von möglichen Ungereimtheiten

Verhöhnt Amazon die Finanz?

Laut eines heute veröffentlichten Kurier-Artikels steht der Verdacht im Raum, dass Amazon von österreichischen Konsumenten die 20%ige Umsatzsteuer zwar kassiert, aber nicht korrekt an Österreich abführt. Angesichts dieser neuerlichen Schlagzeilen drängt sich die Frage auf, wie arg es ein Konzern treiben darf, bis ihm von der Gesellschaft in Vertretung der Behörden auf die Finger geklopft wird. Denn was der Versandhändler sich unter den Augen der Behörden so alles leistet, könnte man als Verhöhnung unseres Rechtsstaats verstehen. Und wer deckt dieses Treiben? Wieder einmal Luxemburg...

Nicht bloß, dass Amazon noch immer keinen Bevollmächtigten für die Altgeräte-Entsorgung in Österreich eingesetzt hat, viele seiner Mitarbeiter laut zahlreichen Medienberichten wie moderne Sklaven behandeln soll und sich großzügig um lokale Abgaben drückt, wurde im heutigen Kurier der nächste Skandal in den Raum gestellt. Und der – sollte sich der Verdacht als zutreffend herausstellen – hat es in sich.

Denn wie man dort recherchiert hat, steht Amazon (Unternehmenssitz Luxemburg) im Verdacht, dass man die kassierte Umsatzsteuer nicht an Österreich abführt.

Wie im Kurier ausgeführt, sind der heimischen Finanz diesbezüglich angeblich die Hände gebunden, da es kein Amtshilfeverfahren mit Luxemburg gibt und man hierzulande auf das angewiesen ist, was Amazon freiwillig abliefert... Und das ist, wie man sich denken kann, im besten Fall überschaubar. Damit könnte der österreichische Staat – und damit wir alle – jährlich um hunderte Millionen Euro geschädigt werden.

Pikantes Detail: Mitten in diese Ungeheuerlichkeiten stellt sich mit Luxemburg just jenes Land taub, das den derzeitigen EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker stellt. Und der hat bekanntermaßen eine diesbezügliche Historie, die ihn kurz nach Amtsantritt eigentlich schon wieder rücktrittsreif macht.

Andreas Rockenbauer, 27.11.2014
        





franzi | 17. 12. 2014, 13:20 Uhr
noch so'n kleiner Händler | 9. 12. 2014, 09:33 Uhr
Gast | 5. 12. 2014, 12:38 Uhr
kleiner Händler | 5. 12. 2014, 11:30 Uhr
KDS | 3. 12. 2014, 17:10 Uhr
kleiner Händler | 2. 12. 2014, 13:58 Uhr
Andreas Rockenbauer | 28. 11. 2014, 11:09 Uhr
slowik | 28. 11. 2014, 10:52 Uhr
noch so'n kleiner Händler | 28. 11. 2014, 09:21 Uhr
slowik | 27. 11. 2014, 23:17 Uhr
slowik | 27. 11. 2014, 14:21 Uhr
allsys | 27. 11. 2014, 13:08 Uhr
KDS | 27. 11. 2014, 12:56 Uhr
Postingname | 27. 11. 2014, 12:20 Uhr