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Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Dienstag, 21. November 2017
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Henry David Thoreau wurde unter anderem durch sein Buch "Walden. Oder Leben in den Wäldern" berühmt. Hierin beschreibt er seinen zwei Jahre dauernden Rückzug von der Gesellschaft in eine Hütte an einen einsamen See.

elektro.at am Sonntag - KW 29:

Hier finden Sie unsere gesammelten Gedanken, Meinungen und Ideen vom elektro.at Sonntags-Newsletter der KW 29.



Zukünftige Trends in der Telekommunikation
„Smartphones: Nach dem Zustand der Verklärung"

Dominik Schebach, 23.7.2017
Henry David Thoreau
Zitat zum (Sonn)Tag

Andreas Rockenbauer, 23.7.2017
Nachtrag zu Magic Moments...
Viel heiße Luft

Andreas Rockenbauer, 23.7.2017
Aus der Seele gesprochen
Blick aus einem anderen Fenster

Wolfgang Grasl, S. Bruckbauer, 23.7.2017
Gedanken zum Tag
Und plötzlich steht die Cobra vor der Tür

Stefanie Bruckbauer, 23.7.2017
Zu diesem Eintrag gibt es 5 Kommentare


Andreas Rockenbauer, 23.7.2017

Henry David Thoreau

Zitat zum (Sonn)Tag

Das Motto des Tages kommt heute vom amerikanischen Schriftsteller und Philosophen Henry David Thoreau, der vor 200 Jahren - am 12. Juli 1817 - geboren wurde und etwa durch seinen zweijährigen Rückzug von der Gesellschaft in ein einsames Haus an einem See und sein daraus entstandenes Buch "Walden. Oder Leben in den Wäldern" berühmt wurde.

In den Gedanken für den Tag auf Ö1 widmete Susanne Schaup Henry David Thoreau Anfang Juli einige schöne Sendeminuten. Als Einleitung für das folgende Zitat Thoreaus sagte Schaup:

Thoreau ging es um das Leben an sich, um die Kunst des wahrhaften Lebens. Es besteht nicht nur aus großen Ereignissen, Höhepunkten, markanten Herausforderungen, sondern aus dem täglichen Kontinuum, in kleinen Dingen des Alltags, den abseitigen Gedanken, den Durststrecken und dem Leerlauf. Thoreau stellte sich die Frage, wie man damit umgehen sollte.

Henry David Thoreau

Die Kunst zu leben. Ist jemals etwas Denkwürdiges über sie geschrieben worden? Mit welcher Art von Disziplin das meiste aus dem Leben herauszuholen ist? Mit welcher Sorgfalt unsere Gedanken zu hüten sind? Wie man die Ereignisse des Geistes und des Herzens beobachtet? Ich entsinne mich keiner Seite in einem Buch, die mir sagt, wie ich diesen Nachmittag verbringen soll. Es geht mir weniger darum zu erfahren, wie ich Zeit sparen, als wie ich sie ausgeben soll. Mit welchen Mitteln ich innerlich reich werden kann, damit der Tag nicht umsonst gewesen ist. Eine Antwort darauf ist nur in mir selbst zu finden, wenn ich wahrnehme, was in mir vorgeht. Wenn ich bewusst Verantwortung dafür übernehme, was ich mit meiner Zeit anfange. Dann können auch banale Verrichtungen, sofern ich sie achtsam und mit ungeteilter Aufmerksamkeit, statt gelangweilt und innerlich unbeteiligt ausführe, zur erfüllten Zeit werden. Was immer ich tue, es liegt an mir, ob es das Eine, oder das Andere wird. Verlorene oder erfüllte Zeit. Und das kann darüber entscheiden, ob ein Tag leer war und ungelebt, oder sinnvoll und lebenswert.

Sehr passend zur heutigen Zeit wäre übrigens auch das im detebe-Verlag erschienene Taschenbuch Thoreaus mit dem Titel Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat. Die darin enthaltenen Gedanken ließen sich auch auf große Organisationen verschiedenster Art ausdehnen...

Andreas Rockenbauer, 23.7.2017