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Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Donnerstag, 13. Dezember 2018
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Beim Bundesverband PV Austria zeigt man sich mit der PV-Förderaktion 2018 zufrieden und sieht einen Schritt in die richtige Richtung getan.


Zu diesem Artikel gibt es folgende weiteren Informationen:

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Wolfgang Schalko, 19.2.2018

[Update] Neue Förderrunde startklar!

PVA rechnet mit Rekordjahr

Die Ausschreibung der ersten Photovoltaikförderrunde 2018 ist im Wesentlichen abgeschlossen. „Durch die Neuregelung der Vergabe im Zuge der kleinen Ökostromnovelle konnte das Vergabevolumen annähernd verdoppelt werden”, freut man sich beim Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA).

Durch die neue Berechnungsmethode, bei welcher der Eigenverbrauch der Anlagen eingerechnet wird, können mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Förderbudget von jährlich 8 Millionen Euro über 40 Prozent mehr Anlagen errichtet werden. Hans Kronberger vom PVA: „Dieser zusätzliche Ausbau kostet keinen Euro mehr und wird stark dazu beitragen, dass 2018 mit einem neuen Rekordjahr für die Photovoltaik in Österreich gerechnet werden kann!" Auch von Seiten der Abwicklungsstelle für die Förderung zeigt man sich zufrieden: „Die Vorreihung von PV-Anlagen mit Eigenverbrauch hat sich voll bewährt. Wir gehen daher heuer davon aus, dass wir so gut wie alle Förderanträge zufrieden stellen und 166 Megawatt an installierter Leistung fördern können", so Magnus Brunner, Vorstand der OeMAG.

Start der neuen Investitionsförderung

Die nächste Förderrunde findet am 12. März um 17 Uhr statt: Dann startet die neue Investitionsförderung für PV-Anlagen zwischen 1 und 500 kWp, die von der OeMAG abgewickelt wird. Zur Disposition stehen 9 Millionen Euro für PV-Anlagen. Damit können weitere 40 Megawattpeak installiert werden. Die Einreichgeschwindigkeit ist entscheidend für die Förderzusage. Zeitgleich startet auch die erste bundesweite Speicherförderung, für die 6 Millionen Euro zur Verfügung stehen (die dazu definitive Förderrichtlinie des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus wird „sehnlichst erwartet").

„Insgesamt ein deutlicher Zuwachs, aber natürlich noch nicht der Aufbruch, der für das Regierungsziel '100 Prozent erneuerbarer Strom bis 2030' notwendig ist", analysiert man beim PVA. Noch ungeklärt ist, ob die beliebte Förderschiene für Kleinanlagen bis 5 kWp, die besonders bei Eigenheimerrichtern gefragt ist, wieder ausgeschrieben werden wird.

[Update] Förderrichtlinien 2018 veröffentlicht

Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) hat die neuen Förderrichtlinien 2018 für PV/Stromspeicher sowie für Kleinwasserkraft, MWK und KWK zur Veröffentlichung auf der Homepage der OeMAG,  zur Verfügung gestellt.
Beide Förderrichtlinien sind nun auf der Homepage der OeMAG unter „Gesetze und Regelwerk“ (https://www.oem-ag.at/de/gesetze-regelwerk) – ebenso wie zahlreiche andere nützliche Verordnungen und Gesetze aus diesem Themenfeld – abrufbar.

Für PV-Anlagen und Stromspeicher stehen ankündigungsgemäß in den Jahren 2018 und 2019 jeweils 15 Mio. Euro zur Verfügung.

Für die Neuerrichtung und Revitalisierung von Kleinwasserkraftanlagen stehen Fördermittel in Höhe von jährlich maximal 20 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Neuerrichtung und Revitalisierung von mittleren Wasserkraftanlagen stehen Fördermittel in Höhe von maximal 50 Millionen Euro bereit. Für die Errichtung von neuen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und die Erneuerung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen mit einer Engpassleistung von mehr als 100 kW, die unmittelbar und effizienzmaximiert Wärme und elektrische Energie als Koppelprodukte erzeugen, stehen Fördermittel bis 2020 in Höhe von 12 Millionen Euro jährlich zur Verfügung.

Beide Richtlinien finden Sie auch als PDF beigefügt zu dieser Meldung.

Wolfgang Schalko, 19.2.2018