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Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Samstag, 18. November 2017
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Der Markt für technische Konsumgüter in Österreich konnte den positiven Trend aus dem Q1 fortsetzen und ein wie GfK sagt „deutliches Wachstum“ von 6,7% in Q2 vorweisen. Bis auf eine einzige Ausnahme, legten dabei alle Bereiche zu. Die größte Steigerung zeigte interessanterweise die Unterhaltungselektronik mit einem Plus von 15,3%.

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Stefanie Bruckbauer, 18.8.2016

GfK: Technische Konsumgüter in Österreich

„Der positive Trend setzt sich fort“

Wie GfK informiert, konnte der Markt für technische Konsumgüter in Österreich den positiven Trend aus dem ersten Quartal fortsetzen. „Es wurde ein deutliches Wachstum von 6,7% in Q2 erzielt“, so GfK. Dabei zeigte nur ein einziger Sektor einen Umsatzrückgang, alle anderen Bereiche konnten zulegen. Als große Überraschung erweist sich die Unterhaltungselektronik.

Die Entwicklung präsentiert sich erfreulich: Ein Wachstum von 6,7% über alle Segmente. Einzig der Foto-Sektor zeigte einen Umsatzrückgang, er verlor laut GfK -10,9% im Vergleich zu Q2 2015. Alle anderen Bereiche konnten zulegen, wobei sich die größte Steigerung in der Unterhaltungselektronik zeigte ... Diese konnte in Österreich vor allem dank der UEFA EURO 2016 Fußball Europameisterschaft um deutliche +15,3% im Q2 wachsen (im Vergleich zum Q2 2015). Der Umsatz betrug laut GfK 172.5 Millionen Euro.

Wie GfK formuliert, bescherten verstärkte Verkaufsförderungsaktivitäten des Handels vor allem den Flat TVs als gewichtigstes Segment der UE eine deutliche Umsatzsteigerung von 24,6% im Q2 2016. „Weiters konnten auch Soundbars und Set Top Boxen von den Aktivitäten im Vorfeld der Fußball Europameisterschaft profitieren“, so GfK.

Leider weiter rückläufig

Der Foto-Sektor wies leider auch im zweiten Quartal 2016 eine rückläufige Umsatzentwicklung auf. Das Minus betrug laut GfK 10,9%. „Die Verkäufe der digitalen Spiegelreflexkameras gehen weiterhin stark zurück, auch wenn sich der negative Trend ein wenig verflacht hat. Weiterhin stark ist dieser bei den Kompaktkameras“, sagt GfK, laut der einzig die kompakten Systemkameras Umsatzzuwächse im Vergleich zum Q2 2015 aufweisen konnten.

Elektrogeräte in groß und klein

Auf den Elektrogroßgerätemarkt ist Verlass, dieser wuchs im Q2 2016 nämlich um +3,7% im Vergleich zum Q2 2015. Der Markt erreichte somit einen Gesamtumsatz von 211,2 Millionen Euro. Wie GfK sagt, trieben starke Verkäufe von Premium Einbaubacköfen (besonders mit Dampffunktion oder Pyrolyse) das Wachstum des gesamten Marktes. Und: „Nach einem Rückgang im letzten Jahr, sorgten auch die Induktionskochfelder im Q2 2016 wieder für ein Wachstum.“ In der Produktgruppe Kühlgeräte kam das stärkste Wachstum von den freistehenden Geräten. GfK dazu: „Das Wachstum wurde von Produkten mit einer hohen Energieeffizienz (A+++) getrieben.“

Am österreichischen Kleingeräte-Sektor entwickelten sich im zweiten Quartal 2016 alle Segmente positiv. In Summe erhöhte sich der Umsatz auf 107 Millionen Euro, was einem Anstieg von +7,9% zum Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht. Die beiden umsatzstärksten Produktbereiche sind noch immer Kaffeemaschinen und Staubsauger, sie übertrafen das Ergebnis aus dem Q2 2015 um +8,1% bzw. +9,4%.

IT-Sektor

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz des IT-Sektors im zweiten Quartal 2016 um +6,4% an. Somit betrug der Umsatz in Q2 2016 laut GfK rund 234,5 Millionen Euro.

Convertible Notebooks steigerten ihren Marktanteil deutlich und Solid State Drives (SSD) bestätigten wiederum den positiven Trend. Computing Tablets (WIN 10) konnten ebenfalls den Absatz merklich steigern“, berichtet GfK.

Telekommunikation

Auch der Telekomsektor wuchs im zweiten Quartal 2016 und zwar um +6,7% verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Der Umsatz betrug in Q2 2016 rund 268 Millionen Euro. Smartphones mit einer Bildschirmdiagonale von mehr als 5 Zoll blieben wesentliche Wachstumstreiber, wie GfK sagt. Auch mobiles Zubehör legte weiterhin zu –„vor allem Mobile Headsets und Displayschutz für hochwertige Smartphones“, zeigen die Zahlen.

Wenig verwunderlich: Wearables verzeichneten ein Umsatzwachstum von 33% im Vergleich zum Vorjahreswert, wobei sich die Smart Watches laut GfK zum bedeutendsten Segment entwickelten.

Stefanie Bruckbauer, 18.8.2016