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Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Dienstag, 16. Oktober 2018
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Beim traditionellen EP:Kick-Off informierten die GF Jörn Gellermann (li.) und Michael Hofer die Industriepartner und Lieferanten über die heurigen Entwicklungen und die Vorhaben 2018. (Fo:W.Schalko)

Wolfgang Schalko, 16.11.2017

Motto „Gemeinsam in die Zukunft wachsen”

Traditioneller Kick-Off von EP:

Wie schon in den letzten Jahren lud ElectronicPartner auch heuer seine Industriepartner zum traditionellen Kick-Off in die Burg Perchtoldsdorf. Gemäß dem Motto der Veranstaltung hatten die beiden Geschäftsführer Michael Hofer und Jörn Gellermann sowohl beim Rück- wie auch beim Ausblick durchwegs Positives zu berichten – und stellten entsprechende Maßnahmen und Tools vor, um den erfolgreichen Kurs beizubehalten.

Am Beginn des Kick-Off 2018 konnte EP:GF Jörn Gellermann den zahlreichen Industrievertretern eine recht solide Entwicklung der Mitgliederzahlen präsentieren. 2017 verzeichnete die Kooperation 31 Neuzugänge mit insgesamt 38 Outlets, was in Summe 910 Mitgliedsbetriebe – 7 weniger als im Vorjahr – bedeutet (118 ElectronicPartner, 640 ServicePartner und 152 Eigenprofiliert). Was die geschäftliche Entwicklung betrifft, lagen die EP:Händler bei den erzielten Umsätzen durchwegs über dem Markt:

  • Unterhaltungselektronik: Markt -5,9%, EP: -2,0%
  • PC/Multimedia: Markt +1,1%, EP: +3,1%
  • Weißware: Markt +2,9%, EP: +7,5%
  • Telekom: Markt +2,5%, EP: +12,4%

„Eine positive Mitgliederentwicklung ist ein wichtiges Kriterium für eine positive Geschäftsentwicklung", fasste Gellermann zusammen, der sich sehr zuversichtlich zeigte, dass man im heurigen Weihnachtsgeschäft noch weiter zulegen kann. Als wesentlichen Aspekt des heurigen Jahres nannte er in diesem Zusammenhang die Neugestaltung der Mitgliederverträge bei EP:Marke, die an eine Reihe von Qualitätskriterien geknüpft sind. Dass die eingeschlagene Richtung stimmt, verdeutlichte auch ein Blick über die Grenzen: Der internationale Verbund E-Square, der 16 nationale Verkaufsorganisationen in 17 Ländern und über 12.500 Einzelhändler umfasst, konnte ebenfalls über dem Markt performen – im Europavergleich in der UE um 1,5%, bei großer Weißware um 0,2% und bei Kleingeräten um 1,2% besser.

GF Michael Hofer betrachtete in seinem Vortrag die Handels-Thematik einmal von der „anderen Seite" und stellte die Frage in den Raum, was eigentlich die Industrie von EP: erwarte und worauf die Hersteller bei der Vermarktung ihrer Produkte Wert legen würden. Was die Antwort betraf hielt Hofer fest, dass es hier über weite Strecken Konsens gebe – angefangen bei der kompetenten Beratung über vernetzte Präsentation bis hin zum hochwertigen Verkauf. Oder anders gesagt: eine gelebte Synthese mit dem Handel – denn zu glauben, dass der Fachhandel die Margen bringe, während andere die Mengen bewegen, sei in der heutigen Zeit ein Trugschluss.

Breites Leistungsspektrum

An dieser Stelle verwies Hofer auf die vielfältige und umfassende Unterstützung der Kooperation, mit der die Qualitäten des Fachhandels noch deutlicher zur Geltung kommen sollen – von Ladenbau, Außenauftritt und Webshop über Standortanalyse und Sortimentsberatung bis hin zu Datenversorgung und Werbung.
Bei letzterer wartet im nächsten Jahr übrigens das „größte Angebot aller Zeiten für den stationären Fachhandel", wie Hofer bei der Vorstellung des Marketingplans für 2018 betonte.
Österreich sei nach wie vor eine „Printhochburg", weshalb man in diesem Bereich auf dem hohen Niveau von 2017 bleiben werde – mit bis zu 19 Printwerbungen pro Händler (Magazin, Vorteilsheft und Frequenzflyer). Daneben werde aber auch die Individualwerbung immer beliebter: Über 150 solcher individuell gestalteter Werbungen gab es heuer, 2018 soll diese Dienstleistung ausgebaut werden.
Der Bereich TV und Hörfunk sei für EP: sehr wichtig für den gezielten Markenaufbau, weshalb man die Zusammenarbeit mit den aktuellen Partnern ProSiebenSat.1 PULS 4 (inkl. ATV), ServusTV, Sky Sport und Ö3 weiter forcieren werde. Hinsichtlich Online wiederholte Hofer seine Forderung aus dem Vorjahr: Als Kooperation und auch als Fachhändler müsse man wie der Endkunde denken – dh gleichberechtigte Bedeutung der Kanäle und Ansprechen bzw. Abholen über unterschiedlichste Plattformen (vom EP:Webshop über marktguru und willhaben bis hin zu Facebook und Google – zB wurden auf Google My Business alle Mitglieder von EP: einzeln aufgeschaltet).
Bei den POS-Maßnahmen hob Hofer einmal mehr das Virtual Shelf hervor: Von dem exklusiven Guided Selling Tool wurde auf der IFA die Version 2.0 präsentiert (E&W Online berichtete), die nun u.a. mit neuer Startseite, einem Kaufberater sowie Smart Home Filtermöglichkeiten im Verkaufsgespräch unterstützt.

Einen wichtigen Punkt bildete außerdem die Umsetzung der EP:Qualitätsoffensive: Heuer gab es über 20 Neu- und Umbauten, womit nun 89 Outlets den EP:Markenkriterien entsprechen.
Darauf basiert auch Hofers Botschaft für 2018: die Qualitätsmarke EP: weiter stärken, Ausbau und Weiterentwicklung der zentralen Dienstleistungen sowie ein klares „Ja" der Industrie zum Fachhandel.

Wolfgang Schalko, 16.11.2017