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Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Donnerstag, 19. Juli 2018
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Der Druck auf KonsumentInnen ohne Internetzugang ist spürbar und wird weiter steigen. OfflinerInnen stehen häufig im „out“. Denn durch Online-Services kann man oftmals schneller informiert sein und günstiger wegkommen. Das zeigt eine aktuelle AK Studie über Folgen der Internetabstinenz. (Bild: Rainer Sturm/ pixelio.de)

Stefanie Bruckbauer, 13.12.2017

Druck auf Konsumenten ohne Internetzugang steigt

AK: Studie „Offliner im out“

Eine aktuelle Studie der Arbeiterkammer über Folgen der Internetabstinenz zeigt: „Der Druck auf Konsumenten ohne Internetzugang ist spürbar und wird weiter steigen. Offliner stehen häufig im ‚out’., sind also oft benachteiligt“. (Bild: Rainer Sturm/ pixelio.de)

 

„Der Druck auf Konsumenten ohne Internetzugang ist spürbar und wird weiter steigen. Offliner stehen häufig im out. Denn durch Online-Services kann man oftmals schneller informiert sein und günstiger wegkommen“, so die Ergebnisse einer aktuellen AK Studie über Folgen der Internetabstinenz.Technikbedingte Alltagshürden sollen klein gehalten bleiben. Kämpfen heute Konsumenten mit Smartphone-Einstellungen, sind es morgen neue Trends“, sagt AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer. „Daher ist der digitale Wandel so zu gestalten, dass es möglichst wenige Verlierer und für technikferne Menschen ausreichend Unterstützung gibt.“

   „Der Internetanschluss als Draht zu einer schnelllebigen Welt ist aus dem Alltag vieler nicht mehr wegzudenken“, sagt Zimmer. Im aktuellen Rummel um die einschneidenden Folgen des digitalen Wandels würde leicht übersehen, dass zumindest jeder Siebte in Österreich kein Internet hat, zwischen 55 und 74 Jahren sogar mehr als jeder Vierte. Eine Studie vom Österreichischen Institut für angewandte Telekommunikation im Auftrag der AK über die Folgen der Internetabstinenz zeigt: Der Druck auf Konsumenten ohne Internetzugang wird weiter steigen. So werden Bank- und Postfilialen rar, gedruckte Fahrpläne ausgedünnt. So manches Carsharing-Angebot setzt die Buchung über Apps voraus. Auch günstigere Online-Tarife oder schnelle Produktvergleiche entfallen für Offliner.

  Laut Austrian Internet Monitor sind 14% der Österreicher ab 14 Jahren praktisch Offliner. „Daneben gibt es viele, die das Internet selten nutzen. Skepsis und fehlendes Know-how sind tendenziell am größten bei Frauen höheren Alters, mit formal niedriger Bildung und beschränkten finanziellen Mitteln. Dabei lässt sich der Alltag internetunterstützt – von der WhatsApp-Gruppe mit der Familie bis hin zu Online-Routenplanern – oft schneller oder komfortabler schaukeln“, so Zimmer, und: „Offliner verzichten auf den raschen Zugang zu Infos und zunehmend auch auf kostengünstige Online-Services – etwa bei Diskontbanken, die nur e-Banking anbieten, billigeren elektronischen Zugtickets, Diensten der Sharing Economy, Kleinanzeigenplattformen, und, und, und.“ So seien zum Beispiel durch Online-Preisvergleiche bei Stromanbietern Ersparnisse von rund 200 Euro pro Haushalt und Jahr drinnen. Bei Direktbanken lassen sich je nach Vergleichsprodukt jährliche Kosten bis zu 200 Euro sparen, zeigt der AK Bankenrechner.

Stefanie Bruckbauer, 13.12.2017