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Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Dienstag, 21. November 2017
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Miele stellt den „M-Chef Dialoggarer“ vor, bei dem erstmals eine Technologie zum Einsatz kommt, die mittels elektromagnetischer Wellen auf intelligente Weise auf die Beschaffenheit von Lebensmitteln eingeht, wie der Hersteller erklärt.


Bei der Bedienung des Dialoggarers kommen zwei neue Komponenten ins Spiel: Gourmet Units und Intensität. Die Gourmet Units dienen als Einheit für die Energiemenge, die dem Gargut zugeführt wird. Dabei entspricht eine Gourmet Unit einem Kilojoule. Für Intensität stehen die Einstellungen „stark“, „mittel“ und „sanft“ zur Verfügung.


„Mit dem Miele Dialoggarer gelingt Fleisch gleichmäßiger und saftiger, Fisch und Gemüse behalten ihre feine Struktur und Teig geht deutlich besser auf. Unterschiedlichste Zutaten eines kompletten Menüs kommen zusammen frisch aufs Blech und werden auf den Punkt gleichzeitig fertig – und dies bis zu 70% schneller als mit herkömmlichen Garverfahren“, verspricht der Hersteller.


Kaum zu glauben: Ein rohes Fischfilet in einem Eisblock wird in den Dialoggarer gegeben. Das Ergebnis: Nach wenigen Minuten ist der Fisch gegart, während das Eis selbst nach wie vor gefroren ist.

Neues von Miele:

Premiumhersteller Miele zeigt diesen Herbst nicht nur interessante Neuheiten, sondern hat auch attraktive Angebote geschnürt. Welche das sind, erfahren Sie laufend aktualisiert hier ...



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Kochen neu definiert

Miele Dialoggarer – „eine Weltneuheit“

Heute, am 12. September, und morgen finden im Miele Experience Center Wien als Herbstmesseersatz die „Miele Erlebnistage für Fachhändler“ statt. (Am 19. und 20. September werden die Erlebnistage auch im Miele Experience Center in Wals bei Salzburg veranstaltet). Quasi frisch von der IFA eingeflogen werden dort die aktuellen Herbstneuheiten vorgestellt. Absolutes Highlight unter den Geräten ist der so genannte Dialoggarer – „ein Kochgerät mit revolutionärem Garverfahren, dass das Kochen neu definiert“, wie der Premiumhersteller beschreibt.

Gestern, also einen Tag vor Start der Hausmesse in Wien, wurde die „Weltneuheit“, der Miele Dialoggarer, einem ausgewähltem Personenkreis vorgestellt und es gab keinen, der ob der teils völlig unerwarteten Kochergebnisse nicht staunte.

Sieben Jahre Entwicklung stecken im Miele Dialoggarer und nicht nur einmal stand das Projekt an der Kippe, wie Miele Chef Reinhard Christian Zinkann im Zuge des Vorstellungsevents im Gespräch mit E&W berichtete. Die Idee für das neuartige Gerät stammt ursprünglich aus der Medizin, genauer gesagt aus dem Transplantationsbereich. Um gekühlte Organe nach dem Transport nämlich so schnell, schonend und gleichmäßig wie möglich auf Körpertemperatur zu bekommen – damit sie transplantiert werden können – wird mit Elektromagnetischen Wellen gearbeitet und dieses Prinzip schaute sich Miele für seinen Dialoggarer ab.

Die Revolution

Beim Dialoggarer von Miele kommt also erstmals eine Technologie zum Einsatz, die mittels elektromagnetischer Wellen auf intelligente Weise auf die Beschaffenheit von Lebensmitteln eingeht, wie der Hersteller erklärt: „So gelingt Fleisch gleichmäßiger und saftiger, Fisch und Gemüse behalten ihre feine Struktur und Teig geht deutlich besser auf. Unterschiedlichste Zutaten eines kompletten Menüs kommen zusammen frisch aufs Blech und werden auf den Punkt gleichzeitig fertig – und dies bis zu 70% schneller als mit herkömmlichen Garverfahren.“

Obwohl äußerlich von einem Backofen nicht zu unterscheiden, eröffnet der Dialoggarer bislang völlig ungeahnte Koch- und Genusserlebnisse, verspricht Miele. Ein Beispiel, das bei Vorführungen für große Verblüffung sorgt, ist ein rohes Fischfilet in einem Eisblock, der in den Dialoggarer gegeben wird. Das Ergebnis: Nach wenigen Minuten ist der Fisch gegart, während das Eis selbst nach wie vor gefroren ist. Anderes Beispiel: Man drapiere eine Lammkeule auf Paprika und grünen Spargel; der Rest vom Blech wird mit Kartoffelspalten ausgefüllt und alles zusammen in den Dialoggarer gegeben. Nach etwa 45 Minuten ist das Lammfleisch gleichmäßig gar, das Gemüse ist leicht bissfest und die Kartoffeln sind weich – alles automatisch, ohne Unterbrechung oder Nachlegen von Zutaten. „In einem konventionellen Backofen ließe sich dieses Menü so einfach, mit diesem Ergebnis und in dieser Zeit nicht zubereiten“, betont Miele.

Die Technologie

Im Gerät steckt die „M Chef“ Technologie von Miele. „Hierbei werden elektromagnetische Wellen in die Lebensmittel eingebracht, die den Garprozess durch Wärmeerzeugung in Gang setzen. Der Dialoggarer verfügt dazu über ein Modul, das die elektromagnetischen Wellen in einem definierten Frequenzspektrum erzeugt und über zwei Antennen in den Garraum abgibt. Da die Moleküle in Lebensmitteln unterschiedlich angeordnet sind und sich dies im Laufe des Garprozesses auch noch verändert, unterstützt eine ständige Anpassung der Frequenzen den Garprozess. Über die Antennen erhält der Dialoggarer auch permanent Rückmeldung, wieviel Energie das Lebensmittel bereits aufgenommen hat“, beschreibt Miele.

Als weiterer wesentlicher Vorteil der M Chef Technologie wird der Umstand beschrieben, dass Lebensmittel „im Volumen“ gegart werden, ein Filet beispielsweise vom Rand bis in den Kern gleichmäßig rosa gelingt. „Beim klassischen Backofen ist das deutlich schwieriger, da der Wärmetransport immer von außen nach innen erfolgt. Wenn also der Kern auf den Punkt zubereitet ist, sind die äußeren Schichten oft schon übergart“, so der Hersteller. 

Da elektromagnetische Wellen garen, ohne zu bräunen, lässt sich zum Beispiel Brot ohne Kruste zubereiten. Für klassisch gebackenes Brot – oder etwa auch für den Geschmack der Röstaromen im Fleisch – wird die M Chef Technologie mit konventionellen Betriebsarten kombiniert. Dafür ist der Dialoggarer bestens gerüstet, denn er bietet auch die Features der Spitzenklasse-Kochgeräte von Miele, benutzerfreundliches M Touch-Display und selbstreinigende Pyrolysefunktion inklusive. Für eine gleichmäßige Ausleuchtung aller Ebenen sorgt hier erstmals die hochwertige LED-Beleuchtung BrilliantLight.

Rezepte direkt auf den Dialoggarer

Natürlich verfügt der Dialoggarer über eine Vernetzungsoption. Das Rezeptfeature der Miele@mobile App dient hier als ideale Plattform zum Ausprobieren und Experimentieren. Denn hier kann der Nutzer aus zahlreichen Automatikprogrammen wählen, die speziell für den Dialoggarer entwickelt werden. Neben Zubereitungsvideos und Einkaufslisten bietet die App die Möglichkeit, die Zubereitungsparameter eines Rezeptes direkt auf das Gerät zu übertragen. „Mit dieser Funktion haben Anwender den direkten Draht in die Miele-Versuchsküchen, denn was dort für gut befunden wird, steht Hobbyköchen zeitnah per Download zur Verfügung“, sagt Miele.

Neue Bedienkomponenten

Bei der Bedienung des Dialoggarers kommen zwei neue Komponenten ins Spiel: Gourmet Units und Intensität. Die Gourmet Units dienen als Einheit für die Energiemenge, die dem Gargut zugeführt wird. Dabei entspricht eine Gourmet Unit einem Kilojoule. Für Intensität stehen die Einstellungen „stark“, „mittel“ und „sanft“ zur Verfügung. Für die meisten Lebensmittel ist „stark“ die richtige Wahl, „sanft“ ist sinnvoll für empfindliche Speisen wie etwa ein Soufflé.

Wie Miele sagt, wird die Handhabung durch die Automatikprogramme erleichtert, ohne dass dadurch die eigene Kreativität in den Hintergrund gedrängt wird. Für ein individuelles Vorgehen stehen dem Koch zwei Optionen zur Verfügung: Der „Gourmet Profi“ ist für Anwender gedacht, die bereits über eine gewisse Erfahrung verfügen und auch gerne selbst experimentieren. Denn hier sind sämtliche Parameter wie die Betriebsart, Gourmet Units, Intensität und Garzeit ausschließlich manuell zu wählen. Der „Gourmet Assistent“ unterstützt den Koch – indem er abhängig von Art und Menge der Lebensmittel die passenden Einstellungen für ein exzellentes Ergebnis unterbreitet.

Fragen rund um den Dialoggarer

Was geschieht im Dialoggarer technisch?

Miele erklärt: „Hier werden erstmals elektromagnetische Wellen mit wechselnden Frequenzen eingesetzt, die auf die Beschaffenheit von Lebensmitteln intelligent eingehen („M Chef“). Dies geschieht immer in Kombination mit einer konventionellen Betriebsart wie Ober-/Unterhitze oder Heißluft.“

Wie unterscheidet er sich von der Mikrowelle?

Miele: „Während die Mikrowelle vor allem zum Auftauen und Aufwärmen genutzt wird, ist der Dialoggarer ein filigranes Werkzeug für anspruchsvolles Garen. Zwar werden hier wie dort Speisen mittels elektromagnetischer Wellen erwärmt. Der Dialoggarer wirkt aber mit viel geringerer Leistung auf das Gargut, nutzt ein Spektrum an Frequenzen statt nur eine einzige – und er misst permanent, wie viel der ausgesandten Energie das Lebensmittel tatsächlich aufgenommen hat. Den Zubereitungsprozess regelt er dementsprechend nach. Zudem dringen im Dialoggarer die Wellen tiefer ein als Mikrowellen dies tun. Auch das trägt dazu bei, besonders gleichmäßig (‚im Volumen‘) zu garen.“

Welche Frequenzen nutzt der Dialoggarer?

Miele dazu: „Er arbeitet im Frequenzbereich um 915 MHz. Diesen Bereich nutzen in Europa auch Mobilfunk-Netze. Die Tür hat daher einen speziellen Aufbau, um Störungen des Mobilfunks auszuschließen.“

„Gourmet Units“ und „Intensität“ – muss Kochen neu erlernt werden?

„Diese beiden Parameter sind in der Tat neu: Die Gourmet Units stehen für die Menge an Energie, die dem Gargut zugeführt werden soll (1 Gourmet Unit = 1 Kilojoule), und die ‚Intensität‘ regelt, wie schnell das Lebensmittel diese Energiemenge aufnehmen soll. Erfahrungen und Rezepte, die mit einem konventionellen Ofen erarbeitet wurden, lassen sich mit folgender Faustregel an den Dialoggarer anpassen: die Betriebsart aus dem Rezept mit ‚M Chef‘ kombinieren und nach der Hälfte der angegebenen Zeit den Gargrad überprüfen. Oft wird ein erstklassiges Ergebnis dann schon erreicht sein. Um die Einstellung der Gourmet Units und der Intensität brauchen Sie sich gar nicht zu kümmern“, so der Hersteller.

Nur in Österreich & Deutschland

Den Miele Dialoggarer wird es vorerst ausschließlich am deutschen und österreichischen Markt geben, der Marktstart ist im April 2018 geplant. Bei der Technik und dem Know How, das im Dialoggarer steckt, ist klar, dass das Gerät auch einen stolzen Preis hat. Die UVP liegt bei 7.990,- Euro. Zum Gerät dazu, gibt’s den Besuch eines Miele-Profis in den eigenen vier Wänden. „Um sicher zu gehen, dass die Besitzer eines Dialoggarers den optimalen Umgang mit dem Gerät pflegen, stellen wir ihnen einen unserer geschulten Mitarbeiter zur Seite. Dieser kommt nach Terminvereinbarung zu den Kunden nach Hause und kocht gemeinsam mit ihnen nach deren Vorlieben und Gewohnheiten“, erklärt Miele Österreich GF Martin Melzer.

Auch in Salzburg

Wie eingangs erwähnt veranstaltet Miele die „Erlebnistage für Fachhändler" auch im Miele Experience Center in Wals bei Salzburg und zwar am 19. und 20. September 2017. Dort erwartet die Teilnehmer das selbe Programm wie in Wien - mit Neuheitenvorstellung, Geräteschulungen, der Möglichkeit Vertriebsgespräche zu führen und natürlich der Möglichkeit den neuen Dialoggarer kennen zu lernen und auszuprobieren.

HIER finden Sie Videos von der Dialoggarer-Vorstellung am 11. September 2017 im Miele Experience Center in Wien, bei der neben Miele Austria GF Martin Melzer, auch die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Markus Miele und Dr. Reinhard Zinkann anwesend waren.

Stefanie Bruckbauer, 12.9.2017