EuW Logo
Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Mittwoch, 22. Februar 2017
okhilfe
spacer gif

43,20 Euro Zusatzbelastung für einen Einkauf. Die jüngste Kampagne der Plattform für ein modernes Urheberrecht will bei den Endkunden Bwustsein für die möglichen Abgaben durch die Festplattenabgabe schaffen.

Dominik Schebach, 11.6.2014

SMS-Aktion und Aha-Erlebnis

Plattform berechnet Festplattenabgabe für Konsumenten

Für viele Endkonsumenten ist die geplante Festplattenabgabe noch wenig greifbar. Um zu demonstrieren, wie stark die "Steuer" die Geldbörsen der Konsumenten leeren wird, hat die Plattform für ein modernes Urheberrecht sich vergangenes Wochenende in einem Wiener Einkaufszentrum umgesehen. Dort konnten sich Kunden dann ausrechnen lassen, wie viel Steuerabgaben beim Kauf von Handys, Tablets & Co. auf sie zukommen würden.

43,20 Euro hätte ich heute mehr ausgegeben. Das tut schon weh“, so Barbara Ponweiser . „Bei solchen Beträgen liegt es auf der Hand, dass ich in Zukunft lieber online bestellen werde. Da komme ich auch mit Versandkosten weit günstiger davon.“ Ponweiser war nicht die einzige Kundin mit einem Aha-Erlebnis: Ein Paar kalkulierte, dass im gemeinsamen Haushalt Geräte zu finden sind, für die Steuern im Wert von 780 Euro zu zahlen wären. Ein anderer Käufer hätte das Einkaufszentrum mit 80 Euro weniger verlassen und auf den letzten Weihnachtseinkauf eines Kunden wären mit der Festplattenabgabe beinahe 90 Euro Steueraufschlag fällig gewesen.

„Wir müssen diese unfaire finanzielle Belastung der Konsumenten verhindern“, so Thomas Schöfmann, Sprecher der Plattform für ein modernes Urheberrecht und Geschäftsführer von Conrad Electronic Austria. Er ruft daher Endkunden dazu auf, sich im Rahmen der laufenden SMS-Kampagne gegen die Festplattenabgabe zu engagieren. Die Stimmen werden bis Ende Juni gesammelt und der Regierung vorgelegt.

Dominik Schebach, 11.6.2014
        





Kleiner Frischling | 13. 6. 2014, 09:40 Uhr