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Österreichs Insiderblatt für die Elektrobranche | Freitag, 22. Juni 2018
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elektro.at am Sonntag – KW 49:

Vorweihnachtszeit, 2. Advent. Bis zum großen Fest sind es noch zwei Wochen hin. Bei uns müssen Sie allerdings nicht so lange warten: Die E&W 12/2017 kommt gerade aus der Druckerei. Lesen Sie mit E&W am Sonntag schon heute unsere Kommentare zur neuen Ausgabe.



Widerspruch? Gut so!
Ich bin dafegen

Andreas Rockenbauer, 10.12.2017
Multimedia-Kommentar E&W 12/2017
Stilfragen oder ein amerikanisches Déjà vu!

Wolfgang Schalko, 10.12.2017
Zu diesem Eintrag gibt es 5 Kommentare
Künstliche Intelligenz
Und plötzlich sind sie da

Dominik Schebach, 10.12.2017
Was bringt Weihnachten und was verspricht das neue Jahr?
Es geht zur Sache

Dominik Schebach, 10.12.2017
Wie ein Märchen aus längst vergangenen Tagen
Na dann, Halleluja!

Stefanie Bruckbauer, 10.12.2017


Dominik Schebach, 10.12.2017

Was bringt Weihnachten und was verspricht das neue Jahr?

Es geht zur Sache

 Die sonst übliche Weihnachts- und Technikgeschichte im Telekom-Teil der E&W 12 muss sich dieses Jahr auf den Kommentar beschränken. Ich gehe einmal davon aus, dass Sie bereits über die Tarife der Netzbetreiber bestens Bescheid wissen. Deswegen konzentriere ich mich hier auf eine kurze Betrachtung des Marktes: Da muss man sagen, es geht dieses Jahr wieder voll zur Sache.

Die Mobilfunkanbieter lassen zu diesen Weihnachten nichts anbrennen und agieren allesamt als Angreifer. Scharf kalkulierte Tarife und attraktive Hardware zusammen mit dem entsprechenden Marketingdruck schaffen die Grundvoraussetzung für ein starkes Weihnachtsgeschäft im Handel.

Neben den Tarifen bringen die Betreiber aber zusätzliche Anwendungen und Produkte, die für die Endkunden extrem interessant sind und die man durchaus auch am POS erwähnen sollte. So verdient A1 Free Stream sicher einen zweiten Blick. Viele der Mobilfunkkunden, die regelmäßig Musik- oder Video-Streams konsumieren, nutzen ihr Datenvolumen bis zum Anschlag aus. Mit A1 Free Stream bietet der Betreiber nun ein Gegenmittel zur Gigabyte-Angst. Die Jünger der reinen Netzneutralität-Lehre haben zwar schon ihren Protest eingelegt und die RTR will prüfen, aber wie es derzeit aussieht, hält das Angebot.

Das Smartphone hat zwar das Auto als des Österreichers liebstes Spielzeug scharfe Konkurrenz bekommen, mit CarConnect löst allerdings T-Mobile nun den Widerspruch auf und bringt das Auto ins Netz. Damit erhält der Benutzer nicht nur wichtige Fahrzeugdaten direkt auf sein Smartphone, sondern weiß auch immer über dessen augenblicklichen Standort Bescheid. Optional versorgt CarConnect die Fahrzeuginsassen sogar mit WLAN. Drei nutzt die Weihnachtszeit, um sein TV-Angebot aufzufrisieren. Zu jeder Hui Flat-Anmeldung gibt es einen Amazon Fire-Stick als besonderes Weihnachtsgeschenk.

Allen drei Beispielen ist gemeinsam, dass sie leistungsfähige Datennetze voraussetzen. Geht es nach dem Netztest von connect, dann können die Österreicher hier aus dem Vollen schöpfen. Alle drei Betreiber erhielten absolute Top-Bewertungen. Trotzdem darf man die Herausforderungen nicht unterschätzen. Die Betreiber müssen auch weiterhin massiv in die Infrastruktur investieren, um mit den wachsenden Anforderungen an die Netze Schritt halten zu können. Denn die Bandbreite bringt nicht das Christkind. Das kostet nicht wenig. Die Betreiber investieren derzeit dreistellige Millionen Beträge jährlich in ihre Infrastruktur. Insofern wird es interessant, wie sich der Markt im kommenden Jahr entwickeln wird. In welche Richtung werden sich die Tarife bewegen, mit welchen neuen Produkten werden die Netzbetreiber in Zukunft um Marktanteile kämpfen, wie werden im kommenden Jahr die 5G-Frequenzen verteilt und wird sich auch T-Mobile einen Festnetzanbieter für zusätzliche PS im Kampf um die letzte Meile angeln? Die kommenden Monate werden in dieser Hinsicht sicher nicht langweilig. Aber das ist es ja in der Telekom-Branche nie.

Dominik Schebach, 10.12.2017